Grüne: Windkraft bläst Geld in die Kassen der Kommunen

Um ihre Einnahmen zu verbessern, sollten Land und Gemeinden nach Ansicht der Grünen im Saarland stärker in Windkraft investieren. "Dort verdienen die Kommunen Geld vor Ort. Damit werden die kommunalen Haushalte entlastet und folglich im zweiten Schritt auch der Landeshaushalt", sagte der Partei- und Fraktionsvorsitzende Hubert Ulrich der Saarbrücker Zeitung.

Die Einnahmen kämen durch die Stromeinspeisung ins Netz und durch Gewerbesteuern . Er warf der Landesregierung vor, vor Windkraftgegnern und Bürgerinitiativen zurückzuschrecken.

Die mittelhessische Kleinstadt Ulrichstein - mit etwa 3000 Einwohnern - errichtete 1996 einen der ersten Windparks in Deutschland, der komplett in kommunaler Hand liegt. Dort dauerte es 15 Jahre, bis Gewinne erwirtschaftet wurden - der Finanzierung der Anlagen wegen. Inzwischen mache die Stadt mit ihren 53 Windrädern an fünf Standorten guten Gewinn, teilt der Bürgermeister von Ulrichstein mit. Der jährliche Überschuss liege bei rund 900 000 Euro, der kommunale Windpark mit 14 Anlagen erwirtschafte allein einen Gewinn von mehr als 350 000 Euro.

Wenn sich Kommunen oder Bürger an solchen Projekten beteiligten, steigere dies die Akzeptanz, das sagt das hessische Wirtschaftsministerium. Bei einer guter Planung überwögen die wirtschaftlichen Chancen die Risiken eines Windparks . Windkraftgegnern hingegen sind die riesigen Anlagen ein Dorn im Auge. Sie stellen ihrer Auffassung nach eine optische Verschandelung des Landschaftsbildes dar und gefährdeten außerdem Vogelarten wie beispielsweise den Rotmilan.