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Grüne und Linke machen sich für Erhalt des Studienkollegs stark

Saarbrücken. Nora Ernst

Die geplante Abschaffung des Studienkollegs hat deutliche Kritik hervorgerufen. Die Universität des Saarlandes plant, das Kolleg, an dem ausländische Studenten auf das Studium vorbereitet werden, zu schließen, um Kosten einzusparen. Linke und Grüne im Landtag fürchten, dass ausländische Studieninteressierte zur Vorbereitung in andere Bundesländer gehen und dann auch für ein Studium nicht mehr ins Saarland zurückkehren. Allein vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sei es aber wichtig, Fachkräfte im Land zu halten, betonte der Grünen-Abgeordnete Michael Neyses . Diese Ansicht vertritt auch Barbara Spaniol (Linke): "Es wäre kurzsichtig, noch mehr junge Menschen aus dem Saarland zu treiben." Wenn die Uni aufgrund der Kürzungsvorgaben des Landes keine Chance mehr für den Erhalt des Kollegs sehe, müsse eben das Land selbst bei der Finanzierung einspringen, so Spaniol. Neyses forderte, die Landesregierung müsse umgehend mit allen Beteiligten über eine Alternative zum Studienkolleg sprechen. Dies habe sie zwar vergangene Woche im Wissenschaftsausschuss angekündigt, bislang aber nicht in die Tat umgesetzt.