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Grüne kritisieren starke Rodungen an den Saar-Autobahnen

An der Autobahnzufahrt St. Ingbert West auf der A6 warten diese Bäume derzeit noch auf den Abtransport. Der Landesbetrieb für Straßenbau musste in diesem Winter und Frühjahr besonders viele erkrankte Eschen fällen lassen. Doch auch Nadelgehölz fiel der Säge zum Opfer. Foto: Becker&Bredel
An der Autobahnzufahrt St. Ingbert West auf der A6 warten diese Bäume derzeit noch auf den Abtransport. Der Landesbetrieb für Straßenbau musste in diesem Winter und Frühjahr besonders viele erkrankte Eschen fällen lassen. Doch auch Nadelgehölz fiel der Säge zum Opfer. Foto: Becker&Bredel FOTO: Becker&Bredel
Saarbrücken. Entlang der saarländischen Autobahnen sieht es dieses Frühjahr besonders kahl aus. Grund: Bereits im Winter mussten rund 6500 kranke Eschen gefällt werden. Grünen-Chef Hubert Ulrich moniert: Die Abholzung sei „voreilig“ gewesen. Giulia Hesidens

Der Frühling hält Einzug im Saarland. Doch nicht überall grünt es. Entlang der Autobahn A6 von Homburg nach Saarbrücken etwa stapeln sich derzeit Baumstämme. Am Fahrbahnrand sieht es zum Teil nach regelrechtem Kahlschlag aus. Es wirkt beinahe, als sei der Landesbetrieb für Straßenbau im Saarland (LfS) bei seinen jährlichen Baumfällarbeiten übers Ziel hinaus geschossen.

Die Schuld daran aber trägt das "falsche weiße Stängelbecherchen". Der ursprünglich aus Japan stammende Pilz befällt nämlich Eschen und verursacht das Eschentriebsterben. Die erkrankten Bäume mussten dann gefällt werden, erklärt LfS-Sprecher Klaus Kosok, damit sie nicht zur Gefahr für die Autofahrer werden. Der Landesbetrieb ließ daher bereits im Oktober und November 2014 rund 6500 Eschen fällen. Bei Schnee und Eis hätte sonst die Gefahr bestanden, dass Äste abbrechen und auf die Fahrbahn fallen.

Hinzu kommen jetzt noch die üblichen Rodungsarbeiten, die der LfS jedes Jahr im Spätwinter und Frühling entlang der saarländischen Autobahnen vornimmt. Dabei wird vor allem Unterholz am Fahrbahnrand zurückgeschnitten. Durch die enorme Anzahl der bereits im Herbst gefällten Laubbäume und die aktuellen Arbeiten, die der LfS zum Teil selbst ausführt, zum Teil aber auch an Fremdfirmen vergibt, sehe es jetzt eben besonders kahl aus, erläutert Kosok. Bis wann die Baumreste, die jetzt noch neben den Autobahnen liegen, beseitigt sein werden, steht laut Landesbetrieb noch nicht fest.

Hubert Ulrich , Chef der Grünen-Fraktion im Saar-Landtag, kritisiert die Abholzung unterdessen als "zu voreilig und zu umfangreich". Im Vorjahr, so Ulrich, hätten die beauftragten Firmen bei solchen Aktionen aus finanziellem Interesse heraus mehr Bäume gefällt als unbedingt erforderlich. Obwohl es angesichts des Eschentriebsterbens nun wohl unabdingbar war aus Sicherheitsgründen die Bäume zu fällen, so der Grünen-Politiker, müsse man trotzdem nochmal genau untersuchen, ob wirklich jeder einzelne Baum weichen musste.