Grüne: Gillo fehlt bei der Windkraft ein Plan B für den Klimaschutz

Grüne: Gillo fehlt bei der Windkraft ein Plan B für den Klimaschutz

Am heutigen Freitag, 18. September, will der Kooperationsrat des Regionalverbandes seinen Flächennutzungsplan für Windenergieanlage ändern. Dazu erklärt der umweltpolitische Sprecher der Grünen Regionalverbandsfraktion, Patrick Ginsbach: "Wir Grüne fordern, die Abstimmung über die Änderung zu vertagen".

Durch die Erweiterung des Vorsorgeabstandes von 650 auf 800 Meter reduziere sich das Windkraftpotenzial um mehr als die Hälfte, statt 40 bis 47 Anlagen wären dann nur noch 16 bis 20 möglich.

"Damit reduziert sich nicht nur die Rechtssicherheit der Planung, sondern ganz wesentlich auch die regionale Wertschöpfung, die klammen Kommunen dringend benötigte Einnahmen sichern würde", so Ginsbach weiter. Nach vorsichtigen Schätzungen könnten bei einem Wegfall von 20 Windenergieanlagen in den nächsten 20 Jahren 54 Millionen Euro an Wertschöpfung verloren gehen.

"Aufgrund der Änderung werden außerdem die Vorgaben aus dem Klimaschutzkonzept des Regionalverbandes, das gerade einmal ein Jahr vorliegt, verfehlt", so der Grünen-Sprecher. Wie der Regionalverband seine eigenen Vorgaben sowie die der Landes- und Bundesregierung bei reduzierter Windenergieerzeugung noch erreichen wolle, sei allerdings noch völlig offen. Auf die Nachfrage der Grünen im Ausschuss habe Regionalverbandsdirektor Gillo bislang keinen Plan B vorweisen können.