Große Bedenken gegen Seniorenwohnpark

Güdingen. Ein Investor will im Güdinger Allmet einen Seniorenwohnpark bauen, und die Stadtverwaltung will ihm das schnell ermöglichen. So musste sich der Bezirksrat Halberg am Mittwoch damit befassen, ob er einer beschleunigten Aufstellung des Bebauungsplans zustimmt. Das lehnte der Bezirksrat ab, denn offenbar ist der Allmet ein äußerst schwieriges Bauterrain

Güdingen. Ein Investor will im Güdinger Allmet einen Seniorenwohnpark bauen, und die Stadtverwaltung will ihm das schnell ermöglichen. So musste sich der Bezirksrat Halberg am Mittwoch damit befassen, ob er einer beschleunigten Aufstellung des Bebauungsplans zustimmt. Das lehnte der Bezirksrat ab, denn offenbar ist der Allmet ein äußerst schwieriges Bauterrain. Christdemokrat Otto Escher kennt das Gebiet, er wollte im Allmet selbst einmal bauen. Dort sei ein alter Saararm gewesen, der mit Kies und Sand gefüllt wurde, der Grund sei dementsprechend feucht. Escher: "Dort kann es passieren, dass man schon beim ersten Spatenstich auf Wasser stößt. Wer dort bauen will, verfügt über wenig Sachkenntnis." Escher erinnerte auch an ein Wohngebiet, das vor Jahren schon beschlossen und mit einem Bauschild ausgewiesen worden war. Dann sei das Hochwasser gekommen. Und "das Schild stand mitten im Wasser", sagte Escher. Eine Bürgerinitiative hat sich gegen weitere Bauvorhaben im Allmet gegründet. Viele ihrer Mitglieder verfolgten die Debatte am Mittwoch gespannt. Die Stadt muss jetzt prüfen, ob der Seniorenwohnpark machbar ist. Im ungekürzten Verfahren muss sie sich mit möglichen Konflikten, unter anderem auch der Umweltverträglichkeit des Projektes, befassen. Kita wird ausgebautEin anderes Seniorenheim wird im Saarbrücker Stadtbezirk Halberg wohl gebaut werden können. Die beiden großen Fraktionen, CDU und SPD, begrüßten, dass es mit dem Bischmisheimer Seniorenheim Lindenweg vorangeht. Auch für die kleinsten Bischmisheimer wird im Stadtteil "Auf der Höh'" gebaut. Die Kindertagesstätte im Untergeschoss der Festhalle wird um eine Krippengruppe erweitert. Zehn Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren sollen dort betreut werden, der städtische Gebäudemanagementbetrieb hat für die Bauarbeiten knapp 950 000 Euro in seinem Etat eingeplant. GMS-Sprecher Toni Bender kündigte an, dass alle Gruppen im Gebäude bleiben sollen. Sollte einmal während der Woche nicht genügend Platz zum Spielen in einem der provisorischen Räume sein, könnten die Betreuer mit den Kindern auch zeitweise freie Bereiche der Festhalle nutzen, schlug Bezirksbürgermeisterin Anette Hübinger vor.