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| 21:06 Uhr

Goldmedaillen für die leckersten Ringel

Saarbrücken. Schweine- und Rindfleisch, Pfeffer, Muskat, Koriander, Zwiebeln und Knoblauch - alles vermengt, in Naturdarm gepackt, über Buchenholz geräuchert. Das ist das Erfolgsrezept von Fleischermeister Berthold Armbrüster und seiner Kollegen - denn das ist die Zubereitung des original saarländischen Lyoners

Saarbrücken. Schweine- und Rindfleisch, Pfeffer, Muskat, Koriander, Zwiebeln und Knoblauch - alles vermengt, in Naturdarm gepackt, über Buchenholz geräuchert. Das ist das Erfolgsrezept von Fleischermeister Berthold Armbrüster und seiner Kollegen - denn das ist die Zubereitung des original saarländischen Lyoners. Rund 60 Metzger hat die hiesige Fleischerinnung gestern für ihren guten Lyoner ausgezeichnet.

Der Sulzbacher Armbrüster bekam sogar eine Goldmedaille. Für ihn war das beim zweiten Lyoner-Wettbewerb das zweite Gold. Ein Naturtalent in Sachen Wurst im Naturdarm? "Das liegt an meinen zarten Händen", ergründet Armbrüster selbst seinen Erfolg, "und am Geschmack", schiebt er nach.

Tatsächlich war der Geschmack nur eines unter mehreren Kriterien, auf die die Jury, bestehend zwölf Obermeistern der Fleischerinnung und Vertretern der Industrie, achteten. Es zählten genauso Geruch und Aussehen. Für jede Kategorie gab es Punkte - diese zusammengezählt dann die Couleur der Medaille. "Drei ober vier Mal haben wir Silber vergeben", schätzt der saarländische Landesinnungsmeister der Fleischer, Alfons Kratz, "der Rest waren alles Goldmedaillen."

Für das Fleischerhandwerk in der Region ist ein guter Lyoner auch im Sinne des Wortes "Gold wert". "Im Saarland spielt er eine übergeordnete Rolle", erklärt Kratz. "Wer hier keinen guten Lyoner herstellt, kann praktisch nicht existieren." Rund die Hälfte ihres Wurstumsatzes machten die Fleischer hier zu Lande mit ihrer Traditionswurst.

Auch bei den Armbrüsters ist der Lyoner ein Kassenschlager. Mit doppelter Auszeichnung nun wohl erst recht. Ob das den Sulzbacher Herrn des Ringels stolz macht? "Stolz. . .ja, schon", meint der zögerlich, zuckt mit dem Schultern. Der Blick schweift ans andere Ende des Raums. Dort scharen sich die Kollegen bereits ums Buffet. Es gibt - klar - Lyoner im Weck. bie