| 00:00 Uhr

Gimmler und Hein bilden das Gold-Duo

Saarbrücken. Sophie Gimmler ist bei den deutschen Jugend-Meisterschaften ihrer Favoritenrolle im Hammerwurf gerecht geworden und hat die Goldmedaille geholt. Der Sieg des Saarbrücker Sprinters Lukas Hein war hingegen überraschend. dko

Sophie Gimmler und Lukas Hein haben das Saarbrücker Gold-Duo gebildet. Die beiden Nachwuchs-Leichtathleten haben sich vor Kurzem bei den deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften und Winterwurfmeisterschaften in Neubrandenburg gegen die nationale Konkurrenz durchgesetzt.

Insgesamt gingen drei der sieben saarländischen Medaillen in den Stadtverband. Hammerwerferin Sophie Gimmler vom LAZ Saarbrücken war als Favoritin in ihren Wettkampf der U20 gestartet. Und gleich im ersten Versuch schaffte sie die Siegerweite. Mit 58,63 Metern verbesserte sie ihre eigene Jahresbestleistung um etwa einen halben Meter und übertraf damit auch die Norm für die U20-Europameisterschaft (58,50). "Ich wollte auf jeden Fall die Norm schaffen, hätte aber auch gerne persönliche Bestleistung geworfen", resümierte die 18-Jährige. Obwohl nicht gänzlich zufrieden, hatte sie am Ende des Wettkampfes fast sieben Meter weiter geworfen als die Zweitplatzierte. Damit untermauerte die Saarbrückerin ihre nationale Ausnahmestellung in ihrer Altersklasse. Der Höhepunkt in ihrer Saisonplanung ist die U20-EM in Schweden. Außerdem soll es diesen Sommer "auf jeden Fall weiter als 60 Meter gehen". Das Potenzial dafür hat Gimmler auf jeden Fall.

Die zweite Goldmedaille in Mecklenburg-Vorpommern sicherte sich überraschend Gimmlers Vereinskollege Lukas Hein. In einem packenden Rennen über 60 Meter musste das Zielfoto entscheiden. Dabei hatte der Favorit Philipp Corucle vom VfL Kirchheim/Teck das Nachsehen. "Mein Ziel war es, das Finale zu erreichen, und mit jedem Podestplatz wäre ich mehr als zufrieden gewesen. Der Titel ist einfach die Krönung", sagte der 18-jährige Saarbrücker, dessen Vorbereitungszeit durch sein Abitur etwas begrenzt war. Für den Sprinter war die Zeit von 6,84 Sekunden trotz eines schwachen Starts persönliche Bestleistung. Mit dem Schwung seines ersten nationalen Meistertitels will er sich nun weiter steigern - und dann versuchen, seine gute Form mit in den Sommer zu nehmen.

Zwei überzeugende Auftritte zeigte die vielseitige Abigail Adjei. Die 18-Jährige vom SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken musste sich zunächst noch mit Platz vier über 60 Meter Hürden zufriedengeben. Mit ihrer Zeit von 8,54 Sekunden fehlten ihr aber nur sieben Hundertstelsekunden auf den Bronzerang. Im Weitsprung zeigte sie wieder einen starken Wettkampf und lieferte sich mit Nathalie Buschung (Königsteiner LV) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Drei Mal verbesserte Adjei den deutschen Jugend-Hallenrekord, doch im letzten Versuch übertraf Buschung sie mit 6,36 Metern um drei Zentimeter. "Mein Ziel vor den Wettkämpfen war eine Medaille über die Hürden und eine gute Platzierung im Weitsprung. Umgekehrt freue ich mich aber genauso", sagte Adjei.

Der vierte mitgereiste Athlet aus dem Stadtverband zeigte auch ansprechende Leistungen. Marvin Bollinger, ebenfalls von Saar 05, ging als eigentlicher Zehnkämpfer im Stabhochsprung und über 60 Meter Hürden an den Start. Über die Hürden stellte er seine persönliche Bestzeit von 8,24 Sekunden ein und wurde Siebter. Mit dem Stab ging es erstmals über die Höhe von 4,70 Meter - Rang sechs. "Die Hürden und der Stabhochsprung waren letztes Jahr noch meine Schwachstellen, daher bin ich sehr zufrieden mit meinen Leistungen", sagte er.