Gestohlene Silberkelche entdeckt

Die im Oktober 2012 aus der Leidinger Kirche gestohlenen Silberkelche und andere Gegenstände wurden unlängst sichergestellt. Doch das Kirchen-Inventar ist mitunter beschädigt.

Anfang Oktober 2012 waren Silberkelche und andere liturgische Gegenstände der Leidinger Pfarrkirche St. Remigius verschwunden. Gestohlen von Einbrechern, die die Tür des Haupteingangs aufgehebelt hatten. Zuvor waren sie dabei gescheitert, von hinten über die Sakristei einzudringen. Vermutlich kamen die Diebe über einen Weg zwischen Feldern und Wiesen am südlichen Ortsrand, mutmaßte damals Pfarrer Herbert Gräff. Und obwohl die Kirche zwischen Wohnhäusern steht, habe es keine Hinweise auf die Diebe gegeben. "Die Hostien haben sie einfach auf den Boden geworfen", klagte Gräff. Auf etwa 10 000 bis 15 000 Euro schätzte er den materiellen Schaden durch den Verlust von Kelchen und anderer Gegenständen. Denn mancher Kelch sei 200 Jahre und älter, so dass der antiquarische Wert eine größere Rolle spiele, als das Silber, aus dem er bestehe.

Einen Zusammenhang mit Raubzügen jenseits der Grenze hatte die Polizeiinspektion Saarlouis vermutet. Inzwischen sind die Täter in Frankreich gefasst worden, ihre Beute ist größtenteils sichergestellt. Darunter auch die Gegenstände aus der Leidinger Pfarrkirche. Allerdings seien sie teilweise beschädigt, sagte Pfarrer Gräff. Die Diebe wollten das Edelmetall zu Geld machen und entfernten schmückendes Beiwerk.