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Gericht hört weitere Zeugen und Gutachter zu Traktor-Mord

Saarbrücken. Im Fall des so genannten Traktor-Mordes haben gestern zwei Zeugen vor dem Saarbrücker Landgericht ausgesagt, dass der Angeklagte (21) sie als Geleitschutz anheuern wollte. Ihm sei ein Traktor gestohlen worden, den er von den Dieben zurückkaufen wolle. Die Verhandlung fände in einem Wald statt. Dort wolle er nicht alleine auftreten

Saarbrücken. Im Fall des so genannten Traktor-Mordes haben gestern zwei Zeugen vor dem Saarbrücker Landgericht ausgesagt, dass der Angeklagte (21) sie als Geleitschutz anheuern wollte. Ihm sei ein Traktor gestohlen worden, den er von den Dieben zurückkaufen wolle. Die Verhandlung fände in einem Wald statt. Dort wolle er nicht alleine auftreten. Den Zeugen sei diese Vorgehensweise suspekt gewesen und lehnten den Auftrag ab. Zur Frage der Schuldfähigkeit legte Professor Michael Rösler, Leiter des Instituts für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg, ein Gutachten vor. Demnach gebe es keine Anhaltspunkte für eine verminderte Schuldfähigkeit. Bei der Untersuchung hat der Angeklagte geweint. Dem Jungbauern aus Wadgassen wird zur Last gelegt, einen 58-jährigen Landmaschinenlieferanten aus dem nordrhein-westfälischen Wesel im Juni 2008 beim Kauf eines insgesamt 129 000 Euro teuren Traktors erstochen zu haben. Der Prozess wird morgen fortgesetzt. jht