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Generationenbeirat weckt Interesse

Friedrichsthal. Der Generationenbeirat in Friedrichsthal ist kaum gegründet, da interessiert sich schon der Regionalverband für die Idee. Er soll sich künftig um die Belange von Alt und Jung kümmern. Von SZ-MitarbeiterDennis Langenstein

Nach langen Planungen hat Friedrichsthal endlich einen Generationenbeirat. Dort sollen nicht nur Senioren oder junge Menschen zusammenfinden, sondern alle Generationen eine Stimme haben. "Damit ist Friedrichsthal die erste und bisher einzige Kommune im Saarland, die ein derartiges Konstrukt ins Leben gerufen hat", sagt Werner Pietsch, der Vorsitzende des Beirats.

Auch beim Regionalverband hat der Beirat Interesse geweckt. Und so hat Bürgermeister Rolf Schultheis Andrea Becker von der Stabsstelle Bildungs- und Übergangsmanagement prompt ins Rathaus eingeladen. "Mich interessieren die Strukturen und Angebote, die sich mit dem demografischen Wandel beschäftigen, die Jung und Alt zusammenbringen", erklärt Becker ihre Arbeit und ergänzt: "Der Generationenbeirat in Friedrichsthal ist ein gutes Beispiel dafür, wie man solche Strukturen in der Gemeinde verankern kann."

Zusammen mit Werner Pietsch wurden nun erste Gespräche geführt. Dabei ging es auch um mögliche Hilfen aus dem Regionalverband. Becker sagt dazu: "Wir können die Organisation von Veranstaltungen übernehmen, Referenten einladen, oder bei der Vernetzung des Beirats mit anderen Organisationen helfen." Auch bei der Projektfinanzierung, beispielsweise durch die Hilfe beim Beantragen von Fördermitteln, könne der Regionalverband Unterstützung leisten, erklärt Becker gegenüber der Saarbrücker Zeitung.

Schultheis unterstrich bei dem Treffen im Rathaus, dass in Friedrichsthal das Zusammenleben von Jung und Alt einen hohen Stellenwert einnehme. Und Werner Pietsch verwies darauf, dass das Gremium nicht nur für ältere Bürger da sei, sondern in seiner Zusammensetzung auch die jüngeren Menschen in der Stadt vertrete.

In den nächsten Jahren möchte der Beirat Schritt für Schritt konkrete Projekte angehen und umsetzen. So stehen beispielsweise für die nächste Sitzung des Beirates mehrere Themen auf dem Plan. Dieter Horn vom Studentenwerk der Universität des Saarlandes wird über das "Wohnen für Hilfe" Studentenwerkes referieren. Außerdem steht das Projekt "Essbare Stadt" auf der Tagesordnung. Zudem seien viele weitere Ideen gesammelt, die dann im Laufe der Zeit sukzessive abgearbeitet werden sollen, so Pietsch.