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Gemeinde setzt gegen „Monster-Windpark“ auf Hilfe aus Berlin

Rehlingen-Siersburg. Die Gemeinde Rehlingen-Siersburg erwägt eine Klage gegen den geplanten Windpark in den benachbarten lothringischen Gemeinden Waldwisse und Launstroff – auch wenn sie sich vor Gericht kaum Chancen ausrechnet. Jenseits der Grenze sollen nach Angaben der Gemeinde neun Windräder errichtet werden. red

Mit den weiteren voraussichtlich vier bis sechs Windrädern in Merzig-Silwingen und den Anlagen auf der Perler Höhe entstehe vor der Haustür des Gemeindebezirkes Biringen ein "Monster-Windpark", klagte Rehlingen-Siersburgs Bürgermeister Martin Silvanus (SPD). Die Chancen vor Gericht schätzt er indes als "sehr gering" ein. Es sei fraglich, ob Kommunen hier überhaupt klageberichtigt seien. Der Klageweg stehe wohl nur der Bundesrepublik offen. Silvanus empfahl, das Bundesumwelt- und das Bundesjustizministerium einzuschalten. Die Sach- und Ortskenntnis von Justizminister Heiko Maas könne förderlich sein.