Gemeinde Schmelz ist in Bewegung

In der Ortsmitte von Schmelz wird neu gebaut, das Projekt Lebendige Mitte Bettingen soll bis Jahresende abgeschlossen und die Kita Bettingen im Mai eingeweiht werden. Mit dem Umzug von Lidl ins Gewerbegebiet Hoher Staden wachsen Schmelz und Hüttersdorf zusammen. Bürgermeister Armin Emanuel blickt zuversichtlich ins neue Jahr.

Die Haushaltslage ist zwar angespannt, aber dank vieler Investitionen und auch Neuansiedlungen sieht Bürgermeister Armin Emanuel einen kleinen Silberstreif am Horizont. Wenn es so weiter gehe, hofft der Verwaltungschef, werde die Gemeinde ab 2015 ohne neue Kassenkredite auskommen.

Voll im Plan sind die Arbeiten an dem Projekt Lebendige Mitte Bettingen. Bis Ende des Jahres werden alle Arbeiten abgeschlossen sein, ist sich Emanuel sicher. Denn die EU-Fördergelder müssen bis dann verbaut sein. Im Zuge dieser Maßnahme konnten noch zwei Häuser erworben werden, die abgerissen werden. Sondermittel des Landes machten den Kauf möglich. Das alte Zollhaus hat ein neues Dach, die denkmalgerechte Sanierung der Fassade läuft. Das Kultur- und Sozialforum, der Generationenplatz sowie die Brücke über die Prims sollen bis Jahresende fertig gestellt sein.

Zwei Gewerbeflächen verkauft

Die Volksbank baut neu. Das alte Gebäude wird bis auf den Keller abgerissen. In dem neuen dreigeschossigen Gebäude entstehen auch Wohnungen. "Im Ortskern ist Bewegung", merkt Emanuel nicht ohne Stolz an. Neben dem Neubau Volksbank sollen weitere Umbauten laufen, mehr wollte Armin Emanuel aber nicht verraten. Nicht verraten wollte er auch, was mit der Industriebrache Weidemann geschieht. Nur, dass der Bereich in Wert gesetzt und es was ganz Großes werde. Zwei Gewerbeflächen konnten veräußert werden, eine im Bereich der Primshalle und eine an der B 268. Ein Holzhändler und eine Firma, die Quads plant, baut und vertreibt.

Schmelz und Hüttersdorf werden zusammen wachsen. Lidl zieht ins Gewerbegebiet Hoher Staden und errichtet dort einen Markt mit 1200 Quadratmetern. Aldi erweitert ebenfalls auf 1200 Quadratmeter. "Wir wollen die Kaufkraft in der Gemeinde halten und ihren Abfluss stoppen."

Durch die Umstellung der Straßenleuchten auf LED-Lampen wird die Gemeinde jährlich 150 000 Kilowattstunden Strom einsparen. "Das ist soviel, wie bisher in Hüttersdorf für die Straßenbeleuchtung gebraucht wurde." Von den 800 Straßenlaternen sind 500 bereits umgestellt. Ab einer gewissen Uhrzeit wird die Lichtintensität um 50 Prozent gesenkt, was wiederum Geld spart.

Auf das Rathausdach soll eine Photovoltaikanlage kommen, ebenso auf das des neuen Kindergartens für die Eigenversorgung. Nach acht Jahren hätten sich die Kosten amortisiert, ist sich Emanuel sicher. Viele öffentliche Gebäude der Kommune haben bereits solche Dächer, deren Energie aber ins Netz eingespeist wird, und die 70 000 Euro Ertrag bringen.

Erstmals Naturbestattungen

Im März wird der Kindergarten Tabaluga in Hüttersdorf eingeweiht, die Kita Bettingen soll im Mai fertig gestellt sein. In die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen der katholischen Kindergärten in Außen und Hüttersdorf hat die Gemeinde 170 000 Euro investiert. In ganz Michelbach werden in 2014 die Straßen und Kanäle saniert, die Arbeiten in der Gresaubacher Straßen laufen derzeit.

Auf dem Hüttersdorfer Friedhof wird es erstmals Naturbestattungen geben. 120 Urnenplätze sind in dem Waldteil vorgesehen, die bis auf 200 Plätze erweitert werden können. Froh ist Armin Emanuel, dass die Sozialwohnungen in der Gresaubacher Straße und in Schattertrisch erneuert werden können. Die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft Saarlouis wird die Wohnungen umfangreich energetisch sanieren.

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