Geiselnahme in Obdachlosen-Haus beschäftigt Justiz

Nach der Geiselnahme in einer Saarbrücker Anlaufstelle für Obdachlose muss sich ein 54-jähriger Mann nun vor dem Landgericht verantworten. Er soll am Morgen des 30. Juni 2014 gegen 8.30 Uhr das Büro einer Sozialarbeiterin mit einem Küchenmesser in der Hand betreten und die Klinge in Richtung Hals der Frau gehalten haben.

Wenig später habe er die Polizei angerufen, über die Geiselnahme informiert und gesagt, dass er sich seine Forderungen noch überlegen und dann wieder anrufen werde. Nach einigem Hin und Her habe er ein Fluchtauto und 10 000 Euro Bargeld gefordert.

Am Ende konnte die Polizei den Mann gegen 10 Uhr überwältigen. Er leistete keine Gegenwehr. Nach Erkenntnis der Ermittler war er wegen einer psychischen Erkrankung nicht für sein Tun verantwortlich. Er kam deshalb vorerst in die forensische Psychiatrie. Der Prozess wird am 11. Dezember fortgesetzt.