Gefälschte Rechnungen für Grünschnitt-Frevel

Saarbrücken. Der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) warnt vor gefälschten Rechnungen, die derzeit bei manchen Bürgern im Briefkasten landen

Saarbrücken. Der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) warnt vor gefälschten Rechnungen, die derzeit bei manchen Bürgern im Briefkasten landen. Die Rechnungen tragen ein gefälschtes ZKE-Logo im Briefkopf und fordern die Adressaten auf, große Summen (teilweise rund 20 000 Euro) auf das Konto des ZKE zu überweisen - und zwar mit der Begründung, die Adressaten hätten Grünschnitt illegal entsorgt. Wobei die Kontonummer, an die das Geld gehen soll, tatsächlich die echte Bankverbindung des ZKE ist.Der ZKE vermutet, dass die Absender der gefälschten Rechnungen Leute sind, die glauben, die Adressaten hätten jahrelang Grünschnitt in Wald und Flur geworfen.

Judith Pirrot vom ZKE stellt klar: "Wir versenden keine Rechnungen wegen illegaler Grünschnitt-Entsorgung. Umweltsünder, die wegen der illegalen Entsorgung von Grünschnitt im Wald oder auf öffentlichen Flächen angezeigt werden, erhalten einen Bußgeldbescheid des Ordnungsamtes." Beim ZKE waren Beschwerden von Kunden und Anwälten eingegangen, die gegen die gefälschten Rechnungen Widerspruch einlegen wollten. Der ZKE hat die Absender der Rechnungen angezeigt.

Gleichzeitig weist der ZKE darauf hin, dass es verboten ist, Gartenabfälle in Wald und Flur abzuladen und dass dafür Bußgelder von bis zu 50 000 Euro verhängt werden - aber vom Ordnungsamt. Wer weder Biotonne noch Komposthaufen hat, muss seine Gartenabfälle zu einer der sieben Grünschnittannahmestellen des ZKE oder zur Kompostieranlage bringen.

An den Annahmestellen des ZKE können die Bürger pro Tag bis zu einen Kubikmeter Grünschnitt abgeben. Jeder weitere Kubikmeters kostet acht Euro.

Wurzeln und Äste mit einem Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern müssen als Holzabfälle zum ZKE-Wertstoffhof gebracht werden. red

Infos: Tel. (08 00) 7 08 03 30 oder (06 81) 9 05 70 00.

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