Gedenken an den Tod von 16 Flak-Helfern vor 70 Jahren am Lulustein

Gedenken an den Tod von 16 Flak-Helfern vor 70 Jahren am Lulustein

Auf der Alt-Saarbrücker Höhe namens Bellevue, am so genannten Lulustein, erinnert eine Gedenkstätte an 16 Gymnasiasten, die dort am 11. Mai 1944, also vor fast 70 Jahren, bei einem allierten Bombenangriff getötet wurden.

Die Opfer waren keine Soldaten, sondern 15 bis 17 Jahre alte angelernte Kriegshelfer, die der NS-Staat für den Dienst an der Flugabwehrkanone ("Flak") dienstverpflichtet hatte. Die Jugendlichen an der Heimatfront wohnten in Barracken und erhielten dort auch Schulunterricht. Für sie war dieser Alltag Abenteuer; dass sie unter heftigen Beschuss geraten könnten, war ihnen nicht bewusst, wie Zeitzeugen der SZ berichteten. Bis heute treffen sich die Überlebenden regelmäßig, legen am 11. Mai einen Kranz für die getöteten Mitschüler nieder und wollen den Schreckenstag auch als Mahnung gegen jeden Krieg verstanden wissen. Die Gedenkstunde findet in diesem Jahr am kommenden Sonntag um 11.30 Uhr statt.

"Es war später Nachmittag, als der Bombenteppich niederging und eine Strecke von gut 250 Metern eindeckte, direkt bei den Funkmessanlagen der Flak-Batterie", so der Zeitzeuge Gerhard Reuther. "Obwohl eine Bombe direkt an einer der Kanonen einschlug, waren unter den Flak-Helfern der Geschützstaffeln keine Toten zu beklagen. Im technischen Bereich sah es ganz anders aus. Insbesondere den Bunker hatte es getroffen. Er wurde zum Sarg für fast alle, die dort eingesetzt waren. Eltern liefen nach dem Angriff zur Bellevue, nicht wissend, ob ihre Kinder noch am Leben waren. Was die Flak-Batterie betraf, so war sie für alle Zeiten außer Gefecht."