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Für FDP-Landeschef sind Bouillons markige Worte Ablenkungsmanöver

Für FDP-Landeschef sind Bouillons markige Worte Ablenkungsmanöver

Die markigen Worte von Innenminister Klaus Bouillon (CDU ) sollen aus Sicht der saarländischen FDP lediglich Fehler in der Flüchtlingspolitik seiner Partei übertünchen. "Ich finde die direkten Ansagen von Bouillon oft erfrischend, die Politik von Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer ist aber eine andere", sagte der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic. "Das ist auch viel Inszenierung, um enttäusche CDU-Wähler zu binden und von der falschen Flüchtlingspolitik abzulenken."

Kanzlerin Merkel habe mit ihrer Flüchtlingspolitik Chaos ausgelöst. "Wir wollen die Rückkehr zum Dublin-System, bis ein europäischer Verteilungsschlüssel in Kraft tritt und einen wirksamen Schutz der EU-Außengrenzen statt einer Abhängigkeit von der Erdogan-Türkei", so Luksic. "Wir wollen ein Einwanderungsgesetz mit einem Punktesystem statt unkontrollierte Zuwanderung in die Sozialsysteme", so der FDP-Politiker.

Auch die AfD im Saarland meldete sich dieser Tage zu Wort. "Bouillon hat die verantwortungslose Politik der Kanzlerin - faktische unkontrollierte Masseneinwanderung - nicht kritisiert und kritisiert sie noch immer nicht. Er gehört wie die gesamte CDU-Spitze zu ihrer Gefolgschaft", teilte AfD-Spitzenkandidat Rudolf Müller mit.