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Für den ASC gibt es jetzt wieder Hoffnung

Dudweiler. Der ASC Dudweiler wird einen seiner drei Sportplätze auf dem „Brennenden Berg“ für 100 000 Euro an die Stadt Saarbrücken verkaufen. Das entschieden die Mitglieder am vergangenen Sonntag auf einer außerordentlichen Versammlung. Von SZ-MitarbeiterHeiko Lehmann

44 Mitglieder entschieden sich für den Verkauf, nur acht waren dagegen. "Das Ergebnis ist eindeutig und darüber sind wir sehr froh. Der Verkauf ist ein wesentlicher Aspekt für den mittelfristigen Fortbestand des Vereins", sagte ASC-Präsident Stephan Schorr nach der Abstimmung. 317 000 Euro beträgt der Schuldenberg des ASC, der teilweise bereits in den 1980er Jahren entstand und aktuell fast in einer Insolvenz des Vereins geendet hätte. Seit dem vergangenen Jahr ist der ASC finanziell nicht mehr in der Lage, die Raten zur Tilgung der Schulden an die Banken zurückzuzahlen. Es folgte die entscheidende Idee zur Rettung. Der Mittelplatz soll für 100 000 Euro an die Stadt Saarbrücken verkauft und das Geld zur Tilgung genutzt werden. Damit bleiben noch 217 000 Euro an Schulden und zudem die Zusage der Banken, deutlich in den Tilgungsraten runterzugehen. "Die monatliche Belastung kann der Verein nach dem Verkauf stemmen", so Schorr. An der Nutzung des verkauften Platzes wird sich für den ASC Dudweiler nichts ändern. Für einen symbolischen Betrag von einem Euro pro Jahr pachtet ihn der ASC für 30 Jahre. Der Verein bleibt alleiniger Nutzer und kümmert sich auch weiterhin um die Platzpflege.

Dennoch waren die Mitglieder vor der Abstimmung skeptisch und diskutierten mehr als zwei Stunden über Sinn und Zweck des Verkaufs. Die Stadt könnte jederzeit vom ASC verlangen, dass der Platz komplett erneuert werden muss. Das würde das finanzielle Ende des Vereins bedeuten, hieß es aus den Reihen der Mitglieder. Oder: Die Stadt dürfe zu jeder Zeit bestimmen, dass andere Mannschaften auf dem Platz trainieren können. Diese könnten den Platz zerstören und der ASC müsse sich um die Wiederherstellung kümmern. Tony Bender, der Leiter des Sport- und Bäderamtes der Stadt Saarbrücken, war bei der Versammlung ebenfalls vor Ort und erklärte: "Es gehen hier viele anscheinend davon aus, dass die Stadt Saarbrücken dem ASC etwas Böses will. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir wollen dem ASC helfen, aus dieser Lage herauszukommen. Bis zum heutigen Tage sind viel Sitzungen und Gespräche vergangen, damit es zu dieser Situation gekommen ist." Nachdem so gut wie alle Bedenken der Mitglieder aus dem Weg geräumt waren, entschied sich der Verein schließlich mit deutlicher Mehrheit für eine Zukunft, in der es wieder Hoffnung gibt.