Fünf Freunde für 40 000 Festivalbesucher

Saarbrücken. "Noch sind wir ganz gelassen", erklärt Pressechefin Karin Kleibel. "Wenn wir jetzt schon hektisch wären, würde uns während des Festivals die Luft ausgehen." Es ist eine knappe Woche vor Start des Filmfestivals Max Ophüls Preis, kurz MOP, und das Team für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit macht tatsächlich einen sehr unaufgeregten Eindruck

Saarbrücken. "Noch sind wir ganz gelassen", erklärt Pressechefin Karin Kleibel. "Wenn wir jetzt schon hektisch wären, würde uns während des Festivals die Luft ausgehen." Es ist eine knappe Woche vor Start des Filmfestivals Max Ophüls Preis, kurz MOP, und das Team für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit macht tatsächlich einen sehr unaufgeregten Eindruck. Obwohl unablässig das Telefon klingelt und E-Mails beantwortet werden wollen. Und obwohl der Terminplan so eng war, dass am 21. Dezember erst das Programm stand und der Festivalkatalog just frisch aus der Druckerei geliefert wurde.

Frisch vom Kopierwerk

"Es war schwierig, Material zu beschaffen, weil viele Filme frisch vom Kopierwerk oder Schneidetisch kamen oder ganz kurzfristig aufgenommen wurden", erläutert Hanna Fischer, die mit einem eigenen kleinen Team für den Katalog verantwortlich ist. Aber noch ist Zeit für nicht allzu Dringendes: Während die beiden künstlerischen Leiter Gabriella Bandel und Philipp Bräuer nebenan im Leidinger beim Presse-Interview hocken, sortieren Kleibels Assistentin Janna Wessel und Praktikantin Sophia Mohr Texte für den Pressespiegel. Knapp tausend Akkreditierungen vermeldet Katrin Schmäl aus dem Zimmer nebenan: Unter den Anmeldungen von Fachpublikum (Produzenten, Regisseure, Leiter anderer Festivals) auch bislang gut 110 regionale und überregionale Journalisten. Schmäl gegenüber sitzt Gästebetreuerin Ina Metzler, die Hotels bucht und Fragen zur Reisemobilität klärt.

"Ein gutes Gefühl"

Die Öffentlichkeitsarbeiter sind in dem Bürogebäude vorne zur Mainzer Straße hin untergebracht, das restliche Team residiert im Büro im Hof des Filmhauses. Auf dem Weg dorthin begegnet man Gabriella Bandel, die eine Zigarettenpause einlegt und erleichtert seufzt: "Es ist jedes Mal ein gutes Gefühl, wenn der Katalog gedruckt ist." Sie weiß, was ihr Team leistet: Die Zuschauerzahl sei mittlerweile auf 40 000 geklettert, und das bei gleichem Budget und unveränderter Mitarbeiterzahl. Dazu müssen jährlich Honorarkräfte neu eingearbeitet werden, denn nur fünf Leute sind fest angestellt: Bandel, Bräuer, Claudia Ruth (Organisationsleitung), Sina Schulze (Event-Management, Marketing und Sponsoring) und Sekretärin Andrea Wenger.

Die anderen haben Werkverträge, sind erst ab Oktober oder noch später vor Ort: Etwa Wengers Praktikantin Tina Altmayer und Kopiendisponent Peter Fischer, der Mitte Januar in den Cinestar umzieht. Oder Bräuers und Bandels Assistentinnen Elke Mülder und Sandra Schmitz, Techniker Kristoffer Trautmann und Schulzes Praktikantinnen Stephanie Radant und Johanna Schütz. Auch Pressechefin Karin Kleibel ist erst Anfang Januar aus Berlin angereist, wo die gebürtige Fränkin eine eigene Filmpresseagentur betreibt. Die Kommunikation sei dank E-Mail absolut problemlos, versichert sie.

Schaufenster-Dekoration

Bei Andrea Wenger, außerdem verantwortlich für die Einzelhandelskampagne, die Aktion "Ein Bett für Jungfilmer" und die Auszählung der Publikumspreise, läuft das Telefon heiß. 159 Saarbrücker Geschäfte hätten bis dato ihre Schaufenster-Dekoration auf MOP ausgerichtet - "60 mehr als im Vorjahr!", strahlt Wenger.

www.max-ophuels-preis.de

www.saarbruecker-zeitung.

de/ophuels

Auf einen Blick

Haben Sie "Ein Bett für Jungfilmer"? MOP sucht kostenfreie Schlafplätze in der Saarbrücker Innenstadt. Als Dankeschön winkt eine Freikarte für die Filmparty am 23. Januar. Infos: Andrea Wenger, Tel. (0681) 906 89 13, oder info@max-ophuels-preis.de