Frühjahrsputz befreite Wald von Müll

Das Waldgebiet am Stadtrand befreien sie seit 1992 von Müll. Und zwar stets an einem der ersten Samstage im Frühjahr. Dennoch staunen die Mitglieder der Naturfreunde und der Initiative Kirschheck immer wieder, was Umweltstraftäter so wegwerfen. Groß war schließlich am vergangenen Samstag einmal mehr der Müllberg

Saarbrücken. Das Waldgebiet am Stadtrand befreien sie seit 1992 von Müll. Und zwar stets an einem der ersten Samstage im Frühjahr. Dennoch staunen die Mitglieder der Naturfreunde und der Initiative Kirschheck immer wieder, was Umweltstraftäter so wegwerfen. Groß war schließlich am vergangenen Samstag einmal mehr der Müllberg. Ihn hatten 28 Männer und Frauen zwischen dem Park-and-Ride-Platz an der Autobahnausfahrt und dem Naturfreundehaus beim Großreinemachen im Wald zusammengetragen. Das Ganze war Teil der Aktion "Sauber ist schöner". "Ich würde ja gerne mal jemanden erwischen", sagte der Vorsitzende der Naturfreunde, Manfred Molitor. Guntram Jakobs von der Initiative Kirschheck sagte: "Seitdem es das Müllwiegen gibt, ist der Dreck wenigstens nicht mehr geworden." Dennoch ist er besorgt: "Was die Leute in den Wald schmeißen, ist gefährlicher geworden: Glas, Farb- und Ölreste."Schnapsflaschen, Möbel, Matratzen, eine Autoscheibe, jede Menge Sperrmüll, Autoreifen und vieles mehr holten die Helfer aus dem Wald. Und massenweise Abfall aus Aschenbechern, den gewissenlose Autofahrer auf dem Parkplatz neben ihre Wagen geschüttet hatten. Die beiden Gruppen waren froh, dass sie auf einen Traktor mit Anhänger und auf einen Unimog zurückgreifen konnten. Und sie ärgerten sich wie in all den Jahren zuvor über achtlos weggeworfene Papiertaschentücher. Molitor: "Ein Papiertaschentuch verrottet nicht so schnell, wie man denkt."

Würden Wanderer die Dinger nicht in den Wald schmeißen, wäre viel in Sachen Sauberkeit gewonnen. Wenigstens, so freut sich Jakobs, hätten die Leute Respekt vor dem Friedwald und hielten diesen Bereich relativ sauber.

Dass so viel Müll im Wald landet, kann keiner verstehen. Jakobs: "An den Wertstoffhöfen wird man alles viel bequemer los - und vor allem legal." Der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb holte das Ergebnis des Frühjahrsputzes ab. Und die ehrenamtlichen Müllsammler stärkten sich beim Kaffeekränzchen im Naturfreundehaus. al