Frühgeborenen-Tag auf Winterberg

Zum Gedankenaustausch lädt das Klinikum Saarbrücken am Samstag, 23. November, ab 14 Uhr die Eltern von Frühchen in sein Casino auf dem Winterberg. Anlass ist der Weltfrühgeborenentag.

Bereits zum dritten Mal nimmt das Klinikum Saarbrücken den Weltfrühgeborenentag zum Anlass, die Eltern aller Frühgeborenen, die in den vergangenen fünf Jahren auf dem Winterberg zur Welt kamen - natürlich samt Nachwuchs - zum Gedankenaustausch einzuladen. Und zwar für Samstag, 23. November, um 14 Uhr ins Casino des Klinikums.

Dort soll es dann auch ein Wiedersehen geben mit den Ärzten und Krankenschwestern der Kinderintensivstation.

"Für die Gesundheit von Frühgeborenen sind die Versorgungsstrukturen ein ganz entscheidender Faktor", betont der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Saarbrücken, Prof. Dr. Jens Möller.

Gerade bei Risikogeburten sei die enge Zusammenarbeit von Hebammen, Fachpflegekräften und spezialisierten Ärzten besonders wichtig. Eine Frühgeburt liegt vor, wenn das Kind vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt.

Die Kinder wiegen bei der Geburt meist weniger als 2500 Gramm. Wenn die Kinder vor Beendigung der 28. Schwangerschaftswoche geboren werden, werden sie in einem sogenannten Perinatalzentrum mit der Versorgungsstufe Level 1, wie beispielsweise im Klinikum Saarbrücken, versorgt. "Dabei gibt es für eine Frühgeburt vielfältige Ursachen", erklärt Dr. Clemens Bartz, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums Saarbrücken. So könnten Infektionen oder auch Komplikationen wie eine Bluthochdruckerkrankung in der Schwangerschaft oder eine Unterfunktion des Mutterkuchens, falsche Ernährung, oder Stress eine Rolle spielen. Durch die jahrelange Erfahrung in der Frühgeborenenmedizin weiß Prof. Dr. Möller, dass gerade Eltern von Frühchen eine unschätzbare Erziehungsarbeit leisten:

"Eine Frühgeburt ist eine emotional hochbelastende Ausnahmesituation und die darauf folgende intensivmedizinische Betreuung der Neugeborenen verunsichert die Eltern zutiefst. Frühchen-Eltern brauchen umfassende Aufklärung und Beratung, und sie brauchen den Austausch mit anderen Eltern."

Deshalb haben die Pflegekräfte der Kinderintensivstation des Klinikums mit betroffenen Eltern einen Gesprächskreis gegründet. Einmal monatlich treffen sie sich im Klinikum. Beim Frühgeborenentag werden die Leiterinnen des Gesprächskreises, Svenja Hecktor und Simone Wirbel, jetzt erstmals über ihre Arbeit berichten. Zur Unterhaltung der Kleinsten kommt ein Luftballonkünstler.