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Frösche haben Vorfahrt

Die Von-der-Heydt-Straße zwischen Püttlingen und dem Abzweig zur L 270 wurde am Freitag wegen der Froschwanderung gesperrt. Hier bauen Uwe Freitag (in Blau) und Christian Schwartz von der Stadt Püttlingen die Straßensperrung auf. Foto: Becker & Bredel
Die Von-der-Heydt-Straße zwischen Püttlingen und dem Abzweig zur L 270 wurde am Freitag wegen der Froschwanderung gesperrt. Hier bauen Uwe Freitag (in Blau) und Christian Schwartz von der Stadt Püttlingen die Straßensperrung auf. Foto: Becker & Bredel FOTO: Becker & Bredel
Püttlingen. Seit gestern ist die Von-der-Heydt-Straße (L 272) zwischen Püttlingen und der Abzweigung zur L 270 – voraussichtlich den ganzen März – wegen der Froschwanderung für Autofahrer gesperrt. Die Stadt Püttlingen nutzt die Zeit für Baumfäll-Arbeiten. Von SZ-MitarbeiterHans-Joachim Schmidt

Nach dem milden Winter wandern sie jetzt wieder: Frösche, Kröten, Molche - zusammenfassend werden sie Lurche oder Amphibien genannt. Sie sind aus ihrer Winterstarre erwacht, und es zieht sie, vorwiegend in milden Nächten, zu ihren Laichgewässern. So auch im Püttlinger Stadtteil Ritterstraße, wo die Amphibien in der Laubstreu des Waldes überwintert haben und sich jetzt auf den Weg zum Absinkweiher am Fuße der Mülldeponie machen. Dabei müssen sie die vielbefahrene L 270 zwischen Von-der-Heydt-Straße und der Verbindungsstraße Riegelsberg-Altenkessel überqueren, was in den vergangenen Jahren zu mehreren Hundert überfahrenen Lurchen führte.

Im vorigen Jahr hatte der Natur- und Vogelschutzverein Püttlingen-Ritterstraße erstmals einen Teil der Strecke mit einem Schutzzaun versehen, die Tiere in Eimern gefangen und über die Straße transportiert. Und man war überrascht, dass auf diese Weise rund 1300 Tiere transportiert wurden. Die Naturschützer wollten aber noch mehr Sicherheit für Frosch & Co. Man führte Gespräche mit der Stadt Püttlingen und der Landeshauptstadt Saarbrücken und konnte so erreichen, dass diese Verbindungsstraße nun für die Zeit der Krötenwanderung komplett gesperrt wird. Projektleiterin Anke Scherer: "Die Autofahrer müssen dadurch einen 1,2 Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen, das werden sicher die meisten akzeptieren." Püttlingens Bürgermeister Martin Speicher ergänzt: "Wir nutzen die Sperrung für notwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen und werden entlang der Straße einige Bäume fällen." Die Sperrung wird deshalb voraussichtlich den gesamten März bestehen bleiben.