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Friedensaktivisten rufen zu Teilnahme an Ostermarsch auf

Saarbrücken. Das Friedensnetz Saar ruft für Karsamstag, 4. April, alle Bürger zum Ostermarsch unter dem Motto "Die Waffen nieder!" in Saarbrücken auf. Die Aktivisten, zu denen unter anderem der DGB, die katholische Organisation Pax Christi, die Bildungsgewerkschaft GEW und die Linken und Piraten gehören, treffen sich um 11 Uhr an der Johanneskirche. red/ukl

Um 12 Uhr findet eine Kundgebung am St. Johanner Markt statt. Redner ist Otmar Steinbicker, Herausgeber des Aachener Friedensmagazins airpaix.de.

70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wollen die Friedensaktivisten an die deutsche Verantwortung für den Frieden erinnern. Diesen sehen die Aktivisten aktuell gefährdet: "Wir stellen jedoch mit großer Sorge fest: Die Staaten der EU und der Nato rüsten weiter auf und setzen auf eine militärische Durchsetzung ihrer Interessen", teilt Waltraud Andruet vom Friedensnetz mit. Statt in Konflikte militärisch einzugreifen, seien zivile Lösungen gefragt. Im Ukraine-Konflikt fordern sie alle Beteiligten unter der Leitung der OSZE auf, eine Lösung auszuhandeln. Darüber hinaus verlangen sie den Stopp der Waffenlieferungen nach Syrien. Das Friedensnetz sieht die derzeitige Politik der EU- und Nato-Staaten, die ungerechte Wirtschaftsbeziehungen pflegten, mitverantwortlich für die Flucht von Millionen Menschen weltweit.

Am Freitag, 3. April, 18 Uhr, lädt das Friedensnetz zusammen mit der Peter-Imandt-Gesellschaft zur Diskussion "Wer glaubt noch an militärische Lösungen politischerer Konflikte?" ein (Futterstr. 17-19, Saarbrücken ). Referent ist Otmar Steinbicker.