Freund von toter Lettin in U-Haft

Im Fall einer am Montag in ihrer Bexbacher Wohnung verstorbenen Lettin schließt die Polizei ein Gewaltverbrechen nicht aus. Gegen den 37-jährigen Lebensgefährten der Toten wird wegen Verdachts auf Totschlag ermittelt.

Der Lebensgefährte einer am Montag in Bexbach verstorbenen Lettin sitzt wegen Verdachts auf Totschlags in Untersuchungshaft. Die Polizei schließt nicht aus, dass er seine 35-jährige Freundin erschlagen hat.

Nach Angaben der Polizei hatte der 37-jährige Mann, der ebenfalls aus Lettland stammt, am Montagvormittag einem Bekannten mitgeteilt, dass seine Freundin verletzt in der gemeinsamen Wohnung liege. Da er selbst kein Deutsch spricht, hatte er den Bekannten gebeten, den Rettungsdienst zu alarmieren. Doch als die Einsatzkräfte gegen 10.50 Uhr in der Bexbacher Wohnung eintrafen, war es bereits zu spät: Die 35-jährige Lettin war ihren schweren Verletzungen erlegen.

Nach Angaben der Polizei deuteten die Verletzungen der Toten und die Spurenlage in der Wohnung darauf hin, dass es vor dem Tod der Frau zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen sei. Der Lebensgefährte der Verstorbenen, der sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Wohnung aufhielt, wurde daraufhin vorläufig festgenommen.

Bei einer Obduktion am Montag stellte die Rechtsmedizin fest, dass es zu stumpfer Gewaltanwendung gegen die Verstorbene gekommen war. Die letztendliche Todesursache konnte jedoch nicht eindeutig ermittelt werden, teilte die Polizei mit.

Der Tatverdächtige soll den Beamten gegenüber widersprüchliche Angaben zu der Sache gemacht haben. Der Richter erließ am Dienstag Haftbefehl wegen Todschlags. Mittlerweile befindet sich der Verdächtige im Saarbrücker Gefängnis.