Freie Wähler Großrosseln: „Es gibt keinen Streit“

In unserer Berichterstattung über die Kommunalwahl in Großrosseln hatten wir Überlegungen angestellt, warum die Freien Wähler dieses Mal nicht angetreten waren. Dazu hat Ralf Hektor, Fraktionschef im Gemeinderat, am Dienstag Stellung genommen.

Die Freien Wähler haben in Großrosseln bisher eine große Rolle gespielt, im Gemeinderat wie auch in mehreren Ortsräten. Dass sie nun nicht angetreten waren zur Kommunalwahl, gab Anlass zu Spekulationen, es habe wohl internen Streit gegeben. Denen tritt Ralf Hektor, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, entgegen.

"Die FWG (Freie Wähler Gemeinschaft Großrosseln) ist eine Wählergemeinschaft", schreibt er in einer Stellungnahme. Sie "konnte nicht antreten zur Kommunalwahl, weil sich lediglich vier Bewerber bereit erklärten, sich als Kandidaten auf eine FWG-Liste setzen zu lassen." Die Gründe dafür, sagt Hektor, seien nachvollziehbar: Es seien unter anderem der erhebliche Zeitaufwand und berufliche Gründe ins Feld geführt worden. Und: "Sicherlich ist vielen auch bewusst, dass unter den schwierigen finanziellen Verhältnissen der Gemeinde nur sehr wenig Spielraum bleibt." Die FWG habe nicht riskieren wollen, dass sie gewonnene Mandate nicht mit Bewerbern besetzen könne, "wie dies 2009 bei den Linken in Dorf im Warndt eingetreten ist". Streit innerhalb der FWG in Großrosseln gebe es jedenfalls nicht.

Mit der Partei Freie Wähler (FW), schreibt Hektor, habe die Großrosseler FWG nichts zu tun: "Wir distanzieren uns von dieser Partei" und von deren Auseinandersetzung mit dem Landesverband der Freien Wähler.