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Frauen-Vertreterinnen berichten über ihre Probleme

Alt-Saarbrücken. Um die Probleme der Frauen in der Alt-Saarbrücker Wohnsiedlung Folsterhöhe zu erörtern, hatten sich die für Frauenarbeit zuständige Mitarbeiterin des Kontaktzentrums, Jutta Trémezaygues und ihre Kollegin Karin Löwenbrück-Massone etwas einfallen lassen

Alt-Saarbrücken. Um die Probleme der Frauen in der Alt-Saarbrücker Wohnsiedlung Folsterhöhe zu erörtern, hatten sich die für Frauenarbeit zuständige Mitarbeiterin des Kontaktzentrums, Jutta Trémezaygues und ihre Kollegin Karin Löwenbrück-Massone etwas einfallen lassen. Sie ließen die Folsterhöher Frauen bei der "Damen-Wahl" eine eigene Bürgermeisterin und deren Stellvertreterin wählen. Die echte Bezirksbürgermeisterin Christa Piper (SPD) war angetan, so dass sie anbot: "Die gewählten Damen empfange ich in meinem Büro, damit wir die Probleme wirklich angehen können." Nun war es so weit. Dogan Gazalah und Anita Bonifer besuchten Piper im St. Johanner Rathaus. Erstes Thema war der Weg zur Grundschule. Der ist zwar beleuchtet, doch wachsen die Hecken am Weg so schnell, dass der Weg düster ist. Gazalah traut sich nicht, ihre Kinder den Weg allein gehen zu lassen: "Ich begleite sie täglich zur Schule und hole sie wieder ab." Dieses Problem könnte schnell beseitigt werden.Und folgende Wünsche ließen sich rasch erfüllen: sichere Treppen und Wege zum Einkaufszentrum, zur Kindertagesstätte und zum Jugendzentrum. Piper will bei einem Ortstermin mit dem Ordnungs-, Verkehrs- und Grünamt erörtern, was man tun kann. Bei anderen Problemen ist das wohl nicht so leicht. Da es auf der Folsterhöhe nur noch wenige Geschäfte gibt, muss Gazalah oft in die Stadt fahren. Etwa um spezielle Hefte für ihre Kinder zu besorgen oder einen Kinderarzt aufzusuchen. Weil die Familie über kein festes Einkommen verfügt, kommen ein Auto oder ein Bus-Abo nicht in Frage. Sie müsse dann jedes Mal eine teure Einzelfahrkarte lösen. Piper berichtete, dass es Anregungen gebe, Sozialkarten einzuführen. Sie schränkt ein: "Ich bin skeptisch, die Saarbahn ist defizitär, und die Stadt hat kein Geld." Wie schwer Politik ist, merken die Folsterhöherinnen jetzt selbst. Sie hatten sich Anfang März gewünscht, dass die Kneipe wieder aufmacht, damit das Zentrum belebt wird. Bonifer: "Das bringt allerdings auch Lärm mit sich." al