Frauen solidarisieren sich beim Gebet

Saarbrücken. "Alles, was Atem hat, lobe Gott" - unter diesem Motto steht der Weltgebetstag der Frauen am Freitag, 5. März. Das Motto stammt von Frauen aus Kamerun, dem Weltgebetstagsland 2010, ebenso wie die Konzeption des ökumenischen Gottesdienstes, der so in über 170 Ländern gefeiert wird

Saarbrücken. "Alles, was Atem hat, lobe Gott" - unter diesem Motto steht der Weltgebetstag der Frauen am Freitag, 5. März. Das Motto stammt von Frauen aus Kamerun, dem Weltgebetstagsland 2010, ebenso wie die Konzeption des ökumenischen Gottesdienstes, der so in über 170 Ländern gefeiert wird.

"Sie haben Lieder ausgesucht und Texte formuliert, die ihr Leben und Denken, ihr Elend, aber auch ihre Freude und Hoffnung widerspiegeln", erklärt Christine Paulußen, Vorsitzende der evangelischen Frauenhilfe im Gustav Adolf Haus (GAH). Die evangelische Frauenhilfe GAH ist dieses Jahr federführend bei den Vorbereitungen für den Weltgebetstagsgottesdienst in Alt-Saarbrücken, der um 18 Uhr in der Ludwigskirche stattfindet.

Die Kirche wird zu diesem Anlass in den Farben der kamerunischen Flagge (grün, rot, gelb) dekoriert sein. Bunte Stoffe, Pflanzen, die an den tropischen Regenwald erinnern, exotische Früchte und Musikinstrumente wie Trommeln und Rasseln sollen das afrikanische Ambiente vervollständigen.

Der Gottesdienst wird mit einem singenden Einzug beginnen. "Die gospelähnlichen Lieder werden uns zunächst nicht sehr geläufig erscheinen, aber sie regen zum Mitklatschen an", sagt Paulußen. Der neugegründete Jugendchor wird die Gemeinde beim Singen der englisch, französisch und afrikanisch geprägten Lieder unterstützen.

Auch das anschließende Beisammensein in der Fürstenloge steht im Zeichen Kameruns. Bei heißen Getränken können hier landestypische Gerichte und Obst probiert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, anhand von Bildern und Broschüren Land und Leute näher kennenzulernen. Die Vermittlung von Kenntnissen über andere Länder und Kulturen ist ein wesentlicher Bestandteil des Weltgebetstages, der jedes Jahr am ersten Freitag im März stattfindet.

Darüber hinaus soll durch das gemeinsame Gebet weltweite Solidarität zwischen den Frauen entstehen. Ein sichtbares Zeichen dieser Solidarität ist die Förderung von Frauenprojekten in der ganzen Welt, die durch die Kollekten der Weltgebetstagsgottesdienste unterstützt werden - gemäß der Idee: "Global denken, lokal handeln."

Bei den Proben zum ökumenischen Gottesdienst, der am Weltgebetstag der Frauen, am Freitag, 5. März, 18 Uhr, in der Ludwigskirche beginnt: (v.l) Christine Paulußen, Margrit Witte, Tatjana Stiekel, Eva Böttcher, Hanna Adam und Ingrid Becker. Foto: Iris Maurer.