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Flüchtlingszahl geht weiter zurück – Ab sofort weniger Taschengeld

Flüchtlingszahl geht weiter zurück – Ab sofort weniger Taschengeld

Die Zahl der Flüchtlinge, die im Saarland aufgenommen werden, geht weiter stark zurück. Im März waren es noch 301 Flüchtlinge. Eine noch niedrigere Zahl gab es zuletzt im August 2014. Die Landesregierung rechnet aber wieder mit deutlich steigenden Zahlen und hat aus diesem Grund erst vor wenigen Wochen eine Außenstelle der Landesaufnahmestelle in Hirschbach in Betrieb genommen.Innenminister Klaus Bouillon (CDU ) hält es daher für richtig, dass durch ein neues Bundesgesetz das Taschengeld für Flüchtlinge in der Landesaufnahmestelle ab sofort von 145 auf 135 Euro sinkt.

Nachdem Bouillon zu Jahresbeginn entschieden hatte, den für Hygieneartikel gedachten Teil des Taschengeldes als Sachleistung auszugeben, erhalten die Flüchtlinge in Lebach nun 122 Euro im Monat. "Die Belastungsgrenze von Deutschland ist nicht unendlich. Deswegen ist es wichtig, die finanziellen Anreize für Menschen ohne Bleibeperspektive so gering wie möglich zu halten", so Bouillon. Finanziell nicht mehr unterstützt werden demnach etwa Sprachkurse. Asylbewerber mit Bleibeperspektive könnten künftig an den Kursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge teilnehmen. In Lebach würden zusätzlich Kurse zur Erstorientierung und zum Erwerb einfacher Sprachkenntnissen kostenlos angeboten.