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Flüchtlingsworkshop: Expertentreffen mit Polizeibegleitung

Saarbrücken. Ilka Desgranges

Eine Kundgebung von rund 15 Mitgliedern der Sagesa (Saarländer gegen Salafisten) sorgte gestern für einen größeren Polizeieinsatz in der Saarbrücker Ursulinenstraße. Dort trafen sich am Nachmittag rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Workshop "Flüchtlinge in Saarbrücken - gemeinsam mehr erreichen". Der begann mit einigem Sicherheitsaufwand. Nachdem die Sagesa ihre Kundgebung angemeldet hatte, rechnete die Polizei mit der Gegendemonstration linker Gruppen. Deshalb der Einsatz, und natürlich auch zum Schutz der Workshop-Teilnehmer.

Während im Freien Sprüche zu lesen waren wie "Der Islam gehört zum Saarland wie der Schwenker zum Veganer" wurde im Johannesfoyer unbeirrt gearbeitet. Hausherr Dechant Benedikt Welker merkte an, so sicher sei das Johannesfoyer noch nie gewesen, betonte auch, dass der Staat funktioniere, denn Sicherheit und Demonstrationsrecht seien gewährleistet. Mehr Beachtung schenkte er den Demonstrierenden nicht. Und auch Oberbürgermeisterin Charlotte Britz schlug vor, "dem, was sich draußen tut, nicht zuviel Bedeutung beizumessen." Schließlich waren die Fachleute, die haupt- und ehrenamtlich arbeiten, gekommen, um darüber zu sprechen, wie man Flüchtlinge als Menschen achten und integrieren könne. Etwa 40 Flüchtlinge kommen pro Monat in Saarbrücken an, mehr als 70 Prozent von ihnen stammen aus Syrien, weitere 20 Prozent aus Eritrea. Charlotte Britz : "Flüchtlinge sind ein Teil unserer Saarbrücker Bevölkerung, die sich insgesamt durch Vielfalt auszeichnet."