Flanieren unter dem Glasdach

Saarbrücken. Zwischen der Bahnhofstraße und der Berliner Promenade unter einem Glasdach flanieren, einkaufen und im Sommer einen Kaffee oder ein leckeres Eis genießen: Diese Vision der Stadtverwaltung soll schon bald Wirklichkeit werden. Das Architekturbüro lukasundlukas hat bereits Entwürfe vorgelegt. Der erste Bauabschnitt könnte im September beginnen und die Arbeiten ein Jahr dauern

Saarbrücken. Zwischen der Bahnhofstraße und der Berliner Promenade unter einem Glasdach flanieren, einkaufen und im Sommer einen Kaffee oder ein leckeres Eis genießen: Diese Vision der Stadtverwaltung soll schon bald Wirklichkeit werden. Das Architekturbüro lukasundlukas hat bereits Entwürfe vorgelegt. Der erste Bauabschnitt könnte im September beginnen und die Arbeiten ein Jahr dauern. Der Stadtrat hat dieser Tage den Umbauplänen von Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer zugestimmt.Sie wird die Pläne mit der Kostenschätzung nun beim Umweltministerium zur Genehmigung einreichen. So steht es in der Beschlussvorlage für die Stadtratssitzung. Im September will die Stadt damit beginnen, die Schifferstraße auf das Niveau der Bahnhofstraße anzuheben. Dafür werde eine Stahlbetondecke über die Schifferstraße gebaut. Somit sollen auch Behinderte künftig bequem von der Berliner Promenade die Bahnhofstraße erreichen. In der Vorlage zur Stadtratssitzung steht außerdem, dass die Verwaltung einen hell-beigen Belag verlegen will - denselben wie auf dem Promenadensteg und auf dem Platz vor dem Saarcenter, dem künftigen Rabbiner-Rülf-Platz. Der Belag ist nach Angaben der Verwaltung pflegeleicht und für die Berliner Promenade gut geeignet. Ein schickes Glasdach soll 3,70 Meter in die Bahnhofstraße ragen und ein echter Hingucker werden. Bauzeit: Februar bis Mai 2013. In der Schifferstraße wird Platz für Gastronomie sowie für Stühle und Tische im Freien sein, teilt die Stadt mit.

Der erste Bauabschnitt kostet rund drei Millionen Euro. Darin sind die Kosten für den Abriss des Drescherhauses enthalten. Der gesamte Umbau der Berliner Promenade ist Teil des Großprojekts "Stadtmitte am Fluss" und kostet rund 26 Millionen Euro. Die Finanzierung ist gesichert, sagte Stadtpressesprecher Thomas Blug zur SZ. Wie viel der zweite Bauabschnitt kostet, steht aber noch nicht fest. Dann soll der Bereich zwischen dem Neubau auf dem Drescher-Grundstück und der überdachten Passage gestaltet werden. Doch wer auf dem Grundstück baut, steht noch nicht fest. Das Drescherhaus hat die Stadt abreißen lassen. Sie ist Eigentümerin des Grundstücks, sagte Blug.

Die städtische Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) mbH erarbeite derzeit eine Machbarkeitsstudie für das Drescher-Grundstück. Weil es in einem Sanierungsgebiet liegt, habe die Stadt das Grundstück nicht ausgeschrieben, sondern die GIU könnte es zu einem Preis, den der Gutachterausschuss bestimmt hat, kaufen. Aber auch ein privater Investor könnte zum Zug kommen. Wer am Ende den Zuschlag erhält, entscheide der Stadtrat, meinte Thomas Blug.

Zu den aktuellen Bauarbeiten an der Berliner Promenade äußerte er: "Die Uferzone und die obere Berliner Promenade werden zum Saar-Spektakel fertig." Anschließend werde unter anderem der Rabbiner-Rülf-Platz umgebaut.