Feuerwerk hat treue Freunde

Saarbrücker schätzen das Feuerwerk zur Jahreswende durchaus. Und sie lassen sich nicht gern von Politikern sagen, womit sie krachen dürfen und wo nicht. Aber sie wollen halt selbst entscheiden, wie sie das neue Jahr begrüßen. Und das tun die meisten Teilnehmer an unserer Umfrage bei ihrer Feier zuhause – ohne Feuerwerk.

Zisch. Die Flamme frisst sich, vom Streichholz oder Feuerzeug auf die Zündschnur übertragen, unaufhaltsam ans Ziel.

Dann beginnt für ein paar Sekunden ein Spektakel aus Farben, Schall und Rauch. Bis zum nächsten Böller, zur nächsten Rakete, die gegen Mitternacht mit ihrem Lärm- und Lichterzauber dem neuen Jahr einen furiosen Empfang bereiten.

Sympathie für Verbotszonen

Feuerwerkskörper verscheuchen in dunkler Nacht noch immer bei vielen das flaue Gefühl der Ungewissheit an der Schwelle zu den nächsten zwölf Monaten. Das bestätigt unsere Umfrage, bei der Saarbrücker ihre Meinung zum Silvesterfeuerwerk kundgetan haben. 67 Prozent der Teilnehmer mögen Feuerwerk zum Jahreswechsel. Doch das Ja zu Böllern und Raketen gilt keineswegs uneingeschränkt.

Einem 2014 in vielen niederländischen Städten und Gemeinden verschärften Böller- und Raketenverbot können 49 Prozent unserer Umfrageteilnehmer auch für Saarbrücken etwas abgewinnen. Damit liegt diese Gruppe um sieben Prozentpunkte vor jener, die von solchen Feuerwerksverbotszonen nichts hält.

Grünen-Idee stößt auf Skepsis

Deutlich in der Mehrheit sind zudem jene, die nach dem Terror von Paris Einschränkungen beim privaten Feuerwerk ablehnen.

Und nun das Erstaunliche: Die vom Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele wegen der andauernden Terrorgefahr vorgeschlagenen Beschränkungen bei der Knallerei lehnen die meisten, genauer: 57 Prozent unserer Umfrageteilnehmer, zwar ab. Andererseits werden 73 Prozent der Teilnehmer bei ihren eigenen Feiern zum Jahreswechsel auf das Spiel mit Lärm und Farben verzichten.

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