Feuerwehr simulierte einen Action-Thriller am Ortseingang von Schoeneck

Feuerwehr simulierte einen Action-Thriller am Ortseingang von Schoeneck

Gersweiler/Schoeneck. Mit Hollywood verglich Saarbrückens Sicherheitsdezernent Harald Schindel am Samstagnachmittag die Jahreshauptübung der freiwilligen Feuerwehrleute aus dem Saarbrücker Westen

Gersweiler/Schoeneck. Mit Hollywood verglich Saarbrückens Sicherheitsdezernent Harald Schindel am Samstagnachmittag die Jahreshauptübung der freiwilligen Feuerwehrleute aus dem Saarbrücker Westen.Die hatten nämlich im Grenzbereich zwischen Gersweiler und Schoeneck einen wahren Action-Thriller inszeniert und das nicht nur in 3D, vierfach High-Definition und Surround-Sound sondern live und in Farbe. Laut Übungsszenario hatte eine Verpuffung im Lokal Valuta das Ganze ausgelöst. Verletzte gibt es nicht nur im Lokal, sondern auch draußen auf der Straße.

Da waren zum Beispiel die Insassen eines Linienbusses und mehrerer Personenkraftwagen, die, vom Verpuffungsknall abgelenkt, aus der Spur gerieten und in Unfälle verwickelt wurden. Angesichts der Vielzahl von Verletzten waren die gut 180 Einsatzkräfte von der freiwilligen Feuerwehr, vom Deutschen Roten Kreuz und den Maltesern schon fast zu wenig.

Eine Besonderheit der Übung war auch, dass die französische Feuerwehr sich daran beteiligte. Sie zerlegte vorsichtig ein rotes Auto, um den verletzten Fahrer möglichst schonend aus seiner misslichen Lage zu befreien. Nebenan kümmerten sich Klarenthaler Feuerwehrleute um die Insassen eines auf der Seite liegenden Pkw - und das auf französischem Boden.

Löschabschnittsführer Willi Wagner später: "Die deutsche und die französische Feuerwehr sind zwar nicht kompatibel, was zum Beispiel die Schläuche und die Arbeitsweise angeht, doch uns eint das gemeinsame Ziel, in Not geratenen Menschen zu helfen."

Also scherte die ohnehin kaum noch spürbare Staatsgrenze an diesem Tag niemanden. Wagner: "Eigentlich wollten wir heute nur eine kleine Übung organisieren, doch dann hat sich die Sache immer weiter ausgeweitet."

Schließlich beteiligte sich sogar der Rettungshubschrauber am Geschehen, drehte im Niedrigflug einige Schleifen über den zahlreichen Beobachtern der Übung, um dann kurz auf dem Landeplatz aufzusetzen. Mehr Spektakel hat es also selten gegeben. Nur die freiwillige Feuerwehr hatte zu ihrem 100-jährigen Bestehen und der Jahreshauptübung im Löschabschnitt Ost 2008 für noch mehr Spektakel gesorgt, als sie einen Massenunfall auf der Bundesstraße 51 inszeniert hatte.

Zurück in den Wilden Westen, der laut Dezernent Schindel "sehr gut organisiert ist: " Nach knapp einer Stunde waren alle Verletzten geborgen und auf den auf der gesperrten Straße eingerichteten Verletztensammelplatz gebracht worden, so dass das Übungsziel erreicht worden war."

Im Feuerwehrgerätehaus standen anschließend die Beförderungen vieler freiwilliger Feuerwehrleute aus dem Löschabschnitt West an. Endgültig verabschiedete sich auch Jürgen Kafka aus dem Aktivenbereich der freiwilligen Feuerwehr. Zwar gehört er schon seit einigen Jahren der Altersabteilung an, kümmerte sich aber bisher immer noch um die Trupp-Mann-Ausbildung, eine Art Grundausbildung, des Feuerwehrnachwuchses.

Auf einen Blick

Ernennung zum Feuerwehranwärter: Sarah Engel, Niklas Lück, Philip Marx und Marc Tittelbach.

Zum/zur Feuerwehrmann/-frau: Nadine Bubel, Mathias Klein, Marvin Probst, Jan Schmidt, Marc Schmidt, Tim Schmidt, Cedric Späth.

Zur Oberfeuerwehrfrau: Kerstin Dahlem, Marisa Rachiele.

Zum Löschmeister: Tobias Dahlem, Sebastian Haffner.

Zum Oberlöschmeister: Eric Mühlhausen, Martin Heckmann.

Zum Brandmeister: Thomas Baumgarten. al