Feuerwehr rettet zwei Stubentiger

Flammen schlagen aus dem dritten Stock. Die vom Brand überraschten Menschen schaffen es gerade noch ins Freie. Erste Feuerwehrleute treffen ein. Sie löschen nicht nur. Die Helfer bringen zwei Bewohner in Sicherheit. Sie hätten keine Chance mehr, Rauch und Flammen zu entrinnen. Eine Wäschetrommel wird dafür zum Katzenkorb.

Alarmstichwort: Wohnungsbrand in der Burbacher Brunnenstraße. Einsatzort: dritte Etage eines Mehrfamilienhauses. Da geht's um jede Sekunde. Einsatzleiter Benedikt Oster von der Saarbrücker Berufsfeuerwehr fasste in der Nacht zusammen, was im Saarbrücker Stadtteil passiert ist und wie sein Team die Herausforderung meisterte.

Schon nach vier Minuten trafen am Mittwoch gegen 23 Uhr die ersten Feuerwehrautos ein. Flammen schlugen aus den Fenstern zur Straße hin. Erstes Aufatmen bei den Helfern: Die Bewohner standen zum Glück schon im Freien.

Rettungskräfte untersuchten die beiden Menschen aus der Brandwohnung und zwei Nachbarn. Befund: Rauchvergiftung. Deshalb ließen die Fachleute alle Betroffenen vorsorglich in Kliniken transportieren.

Unterdessen lief der Löscheinsatz. Und Feuerwehrleute holten zwei Katzen per Drehleiter aus der Gefahrenzone. Um die Tiere sicher zur Erde zu bringen, funktionierten die Wehrleute eine Wäschetrommel zur Transportbox um. Kurz darauf waren die geretteten Tiere schon in der Obhut von Angehörigen der Brandopfer. 30 Leute von der Berufsfeuerwehr und vom Löschbezirk Burbach-Malstatt verhinderten, dass sich Rauch und Flammen im Haus ausbreiteten und den Schaden noch vergrößerten. Rettungssanitäter vom Roten Kreuz, vom Malteser Hilfsdienst und von der Feuerwehr waren unterdessen für die Bewohner da.

Die Polizei sperrte die Brunnenstraße für die Löscharbeiten. Sie schätzt den Schaden, den der Brand angerichtet hat, auf etwa 10 000 Euro. Die Ermittler haben einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer ausgemacht.

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