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Fernwärmestreit: Oberbürgermeisterin redet mit Bürgerinitiative

Fernwärmestreit: Oberbürgermeisterin redet mit Bürgerinitiative

Saarbrücken. Antworten auf die drängendsten Fragen der Interessengemeinschaft Eschberger Fernwärmekunden (IEF) verspricht Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: Am Donnerstag, 4. Februar, 17.30 Uhr, will sie sich mit den Bürgern treffen - möglichst auf dem Eschberg. Wo genau, steht noch nicht fest, wird aber noch rechtzeitig vorher in der SZ angekündigt

Saarbrücken. Antworten auf die drängendsten Fragen der Interessengemeinschaft Eschberger Fernwärmekunden (IEF) verspricht Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: Am Donnerstag, 4. Februar, 17.30 Uhr, will sie sich mit den Bürgern treffen - möglichst auf dem Eschberg. Wo genau, steht noch nicht fest, wird aber noch rechtzeitig vorher in der SZ angekündigt. Als Verstärkung werden Umweltdezernent Kajo Breuer, der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke, Dieter Attig, und Spezialisten für Fernwärmetechnik mit dabei sein. Die Bürger streiten sich seit Mitte 2009 mit der Fernwärmevertriebsfirma Energie SaarLorLux (ESLL) über deren Preise (die SZ berichtete). Die ESLL gehört momentan zu 51 Prozent der Suez Konzern-Gruppe, die auch das Heizkraftwerk Römerbrücke (heute 100 Prozent Suez) betreibt. Die Stadtwerke Saarbrücken (SWS) halten 49 Prozent an der ESLL - mehrere Stadträte sitzen im ESLL-Aufsichtsrat, und Britz ist die stellvertretende Vorsitzende. Sie versichert: "Ich habe als Oberbürgermeisterin das Thema Energieversorgung auf dem Eschberg mehrfach mit unseren Fachleuten erörtert. Auf das operative Geschäft von ESLL - dazu gehören auch die Preise - haben wir zwar keinen Einfluss. Dennoch werden wir die Bürger bei der Beantwortung ihrer offenen Fragen gerne unterstützen." Die IEF hatte sich zuletzt am Montag, 11. Januar, im Saal der Pfarrei St. Augustinus getroffen. Dabei ging es vor allem um die neuen Verträge, die ESLL Anfang Dezember an ihre Kunden verschickt hatte. Allerdings tauchte auch mehrfach die Frage auf, ob Fernwärmekunden ihre Häuser auch vom Fernwärmenetz abkoppeln können - und sich eine andere Heizung einbauen lassen (die SZ berichtete). Britz verspricht: "Am 4. Februar wollen wir die Menschen möglichst breit über ihre Möglichkeiten zur Energieversorgung informieren. Welche Alternativen zur Fernwärme gibt es? Welche Energieformen sind aus ökologischer und ökonomischer Sicht sinnvoll? Diese und weitere Fragen wollen wir beantworten." Die Sprecherin der Interessengemeinschaft Eschberger Fernwärmekunden, Marlene Hoffmann, erklärte gestern: "Wir freuen uns auf das Gespräch - und darüber, dass man uns offensichtlich ernst nimmt. Daher rechnen wir mit großem Zuspruch. Und wir gehen davon aus, dass wir nach diesem Gespräch erheblich mehr wissen als bisher. Wenn der Preis stimmt, dann bleiben wir gerne bei der Fernwärme. Man kann auch durchaus über Preise reden - vorausgesetzt, dass der Erlös in der Stadt bleibt und dem öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV) zu Gute kommt oder womöglich den Schwimmbädern und damit der Jugend." "Wir rechnen mit großem Zuspruch." Marlene Hoffmann, Sprecherin der IEF