Feiern bis tief in die Nacht

Saarbrücken. Über dem Staatstheater kracht und pfeift es. Zum Start des 12. Saar-Spektakels am Freitag wird ein Feuerwerk abgebrannt. Leider werden einige Effekte von dem Gebäude verdeckt. Doch das stört das Publikum vor der "Radio Salü"-Bühne auf dem Tbilisser Platz nicht sehr. Denn dort verspricht der Privatsender ein dreitägiges akustisches Feuerwerk mit rund 20 Künstlern

Saarbrücken. Über dem Staatstheater kracht und pfeift es. Zum Start des 12. Saar-Spektakels am Freitag wird ein Feuerwerk abgebrannt. Leider werden einige Effekte von dem Gebäude verdeckt. Doch das stört das Publikum vor der "Radio Salü"-Bühne auf dem Tbilisser Platz nicht sehr. Denn dort verspricht der Privatsender ein dreitägiges akustisches Feuerwerk mit rund 20 Künstlern. Zudem sind neben der Pop-Swing-Band Grossartig und Latino-Sänger Jay del Alma die Magic Artists mit von der Partie. Die Show-Truppe sorgt bei der Premiere ihrer neuen Feuershow für ein Effekte-Spektakel mit brennenden Seilen und Geigen.

Zum Auftakt des Samstag-Programms heißt es dann "Let's dance" mit der Tanzschule Bootz-Ohlmann. Vor der Bühne warten bereits seit Stunden Fans von Daniel Schuhmacher aus ganz Deutschland. "Wir schätzen seinen Charakter und seine Ausstrahlung", loben Ilona und Anette, die extra aus Berlin angereist sind, den "Deutschland sucht den Superstar"-Sieger. Als er nach Tommy Reeve ("I'm sorry") am frühen Abend auftritt, wird der Platz immer voller. Von lauten "Dan-i-el"-Rufen begleitet, zeigt er sich im Vergleich zu der Casting-Serie von einer deutlich rockigeren Seite. Im SZ-Gespräch stellt er klar: "Die Show war nur ein kleiner Teil meiner Ausbildung". Auf seinen Nummer-eins-Hit "Anything but love" und andere Songs, die Dieter Bohlen für ihn geschrieben hat, verzichtet er. Seine Fans feiern ihn dennoch lautstark.

Auch beim Live-Konzert von Marc Terenzi, der mit der Boyband Natural bereits 2003 beim Saar-Spektakel aufgetreten ist, wird kräftig gerockt. Hinter der Bühne erklärt der Ex-Gatte von Sarah Connor zum Verhältnis der beiden: "Uns verbindet immer noch eine tiefe Freundschaft. Wir sind Seelenverwandte."

Gegen 22 Uhr geht es mit Dance-Rhythmen weiter. Bei Captain Hollywood heißt es: "Zurück in die 90er". Als er seine international erfolgreichen Hits wie "More and more" und "Only with you" anstimmt, wollen gerade die etwas älteren Besucher nicht mehr stillstehen. Der Tbilisser Platz wird zur großen Tanzfläche. "Das war unsere Discozeit", jubeln Steffi, 40, und Gaby, 39.

Auch Kate Ryan setzt bei ihrem Auftritt oft auf Eurodance-Rhythmen der 90er. Neben ihren erfolgreichen Coverversionen von Hits wie "Désentchantée" und "Voyage, voyage" singt sie "Music" von Madonna. "Ich bin ein großer Fan von ihr und habe sie als Kind immer imitiert", sagt die Belgierin.

Während Loona und Lou Bega zum Saar-Spektakel-Finale am Sonntag noch mal Sommerstimmung verbreiten, ziehen die Einsatzkräfte Bilanz: "Wir haben eine ruhige und friedliche Veranstaltung erlebt, deren Sicherheitskonzept voll aufgegangen ist", sagt Andreas Kokalidis, Einsatzleiter vom DRK Saarland. Lediglich 80 medizinische Hilfeleistungen hätten die 60 Mitarbeiter leisten müssen. Und die Polizei sagt, das Fest mit über 200 000 Besuchern sei ruhig verlaufen, so Einsatzleiter Jörg Weintraut.

Auf einen Blick

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Die Sieger bei den Drachenbootrennen: Beginners Cup: 1. Dudo vorne, 2. Sparkasse Saarbrücken, 3. Metro. Damen: 1. Dream Dragons, 2. Eon featuring Dragongirls. Fun-Fun: 1. Resista First Dragons, 2. CDU Black Power, 3. Schlaue Stromer. Fun-Sport: 1. D + S, 2. Rapid Dragons, 3. Dragon Riders. Staffel: 1. Dudo vorne/Bosch Drachen/Siemens, 2. Les Lions de la Sarre/SHG-Team Aloha/WPW Dragons, 3. Stadtdrachen/Cosmos Versicherer/FDP Freischwimmer.

Tolle Motive gab es beim Schaufahren: Dudo vorne bot verschiedene Musical-Motive und Feuerwerk-Effekte, der gemischte Saarbrücker Herrenchor erinnerte an einen Mississippi-Schaufelraddampfer mit einer Dixieland-Band.

Im Boot des Zweitplatzierten der Kategorie Fun-Fun, CDU Black Power, fuhr Ministerpräsident Peter Müller mit. Seine Position war allerdings ungewöhnlich. Statt vorneweg paddelte er hinten links. Ebenfalls mit im Boot saß Staatssekretär Martin Karren vom Arbeits- und Sozialministerium. al