FDP will mehr Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge im Saarland

Die saarländischen Kommunen sollten Flüchtlinge nach Ansicht der FDP verstärkt in Ein-Euro-Jobs für gemeinnützige Arbeiten einsetzen. "Einige Kommunen reden nicht darüber, sondern machen es bereits, das ist für die Kommunen und die Flüchtlinge sinnvoll", sagte Landeschef Oliver Luksic.Eine dieser Kommunen ist die von Luksics Parteifreund Sebastian Greiber regierte Gemeinde Wadgassen.

Sie setzt derzeit acht syrische Flüchtlinge ein, die unter Anleitung beispielsweise Flüchtlingswohnungen einrichten und Grünflächen in Schuss halten. "Der Bauhof wird entlastet, Flüchtlinge haben eine sinnvolle Beschäftigung und wollen damit etwas an die Gemeinde zurückgeben", sagte Greiber. Die Flüchtlinge , die maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten dürfen, bekommen 1,05 Euro je Stunde. Sie seien pünktlich und fleißig.

Die CDU-Bürgermeister im Land fordern, "so schnell wie möglich die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen" zu schaffen, damit mehr Asylbewerber als Ein-Euro-Jobber beschäftigt werden können. Der Tholeyer Verwaltungschef Hermann Josef Schmidt sagte, es gehe um den Abbau bürokratischer Hürden. Den Kommunen sollten auch die Kosten für Anleiter, Geräte und Arbeitskleidung erstattet werden.