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FDP: Saarbrücker müssen für Misere bei der Messe bezahlen

FDP: Saarbrücker müssen für Misere bei der Messe bezahlen

Die Zukunft der Saarmesse ist nach Ansicht der FDP-Stadtratsfraktion weiter unklar. „Statt rund sieben Millionen Euro auszugeben und jetzt die jährlichen Verluste finanzieren zu müssen, hätte man zuerst ein tragfähiges Konzept erarbeiten müssen“, kritisiert Thomas Escher, stellvertretender FDP-Fraktionschef im Stadtrat.

Die Stadt hat 2012 die Saarmesse gekauft. Escher beklagt, dass die Besucherzahlen weiter sinken. Die Saarmesse GmbH hatte berichtet, dass weniger Besucher zur Messe kamen als 2013 (die SZ berichtete). Deshalb müsse geprüft werden, ob Saarbrücker Unternehmen von der Messe profitieren. Sollte der Nutzen eher bei Unternehmen außerhalb Saarbrückens liegen, müsse die Stadt ein stärkeres Engagement des Landes und der anderen Kommunen für die Messe fordern.

Bisher gebe es nur eine "Mangelverwaltung zu Lasten der Saarbrücker Steuerzahler", erklärt Escher und fügt hinzu: "Da nahezu jede Messe ein Defizitgeschäft ist, muss man sich die Frage stellen, ob unter der Gesamtbetrachtung der Kosten und des Nutzens für die Bürger, die Unternehmen und die Gesamtstadt eine Messe in Saarbrücken sinnvoll betrieben werden kann."