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FCS-Frauen holen drei Punkte aus „Sauspiel“ gegen Niederkirchen

FCS-Frauen holen drei Punkte aus „Sauspiel“ gegen Niederkirchen

Die Zweitliga-Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken taten sich gegen den FFC Niederkirchen schwer, feierten durch das mühselige 1:0 dennoch den Sieg. Das Tor erzielte Sarah Schatton, die den FCS zum Jahresende verlässt.

Während die Christen in der Adventszeit die Ankunft Jesu Christi erwarten, bereiten sich parallel dazu die Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken auf den Abschied ihrer Stürmerin Sarah Schatton vor, die zum Jahresende in ihre Heimat Berlin zurückkehrt. Ob ihretwegen auch Kerzen entzündet werden, ist nicht bekannt, aber sicher ist: Hätte das jemand am Sonntag auf dem Kieselhumes getan, hätte es im Vergleich zum 1:0 (0:0)-Erfolg des FCS gegen den 1. FFC Niederkirchen wie ein Feuerwerk gewirkt. Denn die Zweitliga-Partie verlangte den 165 Zuschauern einiges an Geduld ab.

Hätte man die Grundlinien jeweils zehn Meter hinter dem Anstoßpunkt gezogen, hätte es durchaus ein interessantes Spiel werden können. Doch so begnügten sich beide Teams mit zähen Mittelfeldaktionen. Ersten Beifall gab es nach 25 Minuten für eine akrobatische Ballannahme - des Gästetrainers Goran Barisic neben dem Spielfeld. "Es war ziemlich schwierig. Weil Niederkirchen schnelle Stürmerinnen hat, wollten wir sicher stehen. Ich weiß nicht, ob wir taktisch etwas anders hätten machen können", sagte Julia Leykauf, die die erkrankte Sabine Blank als Spielführerin des FCS vertrat. Nach dem Seitenwechsel kam in der 53. Minute dann mal Sarah Schatton in Schussposition, konnte aber genau wie Niederkirchens Silvana Arcangioli zwei Minuten später nichts aus ihrer Gelegenheit machen. So mussten alle auf die 85. Minute warten, als die zuvor eingewechselte Jacqueline de Backer einen Freistoß vors Tor flankte, wo Sarah Schatton nur noch den Fuß dranhalten musste und das Siegtor erzielte.

"Uns hat heute die Kreativität gefehlt, was uns sehr träge gemacht hat. Ein Unentschieden wäre auch gerecht gewesen. Es war heute ein Sauspiel, aber wir haben drei Punkte. Da fragt nachher keiner mehr nach", sagte FCS-Teammanager Winfried Klein. Saarbrücken steht weiterhin auf Tabellenplatz vier.