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Fakultäten der Saar-Universität müssen Millionen einsparen

Fakultäten der Saar-Universität müssen Millionen einsparen

Über ein Viertel soll das Budget einzelner Fakultäten der Saar-Uni in den kommenden Jahren gekürzt werden. Das sieht ein vertrauliches Konzept des Präsidiums vor, das am Freitagnachmittag im Senat vorgestellt wurde.

 Die Saar-Uni.
Die Saar-Uni. Foto: Bernhard Gross / MPI

Die Saar-Uni rechnet bis zum Jahr 2020 mit einem auf knapp 24 Millionen Euro steigenden Defizit ihres Jahresetats, weil die Landesregierung ihren Zuschuss zum Uni-Haushalt (174,5 Millionen Euro) eingefroren hat und es praktisch keinen Ausgleich für Gehalts- und Kostensteigerungen gibt. Um ein Fünftel sollen deshalb nach Vorstellung der Uni-Leitung die Kosten der Verwaltung reduziert werden. Die acht Fakultäten sollen im Mittel 15 Prozent sparen - zur Debatte steht eine Reduzierung auf nur noch fünf große akademische Einrichtungen.

Die Sparlasten werden jedoch nicht gleichmäßig verteilt. Ein vertrauliches Konzept des Uni-Präsidenten, das am Freitagnachmittag in einer Sitzung von Senat und erweitertem Präsidium vorgestellt wurde, sieht Kürzungsquoten zwischen fünf und 27 Prozent pro Fakultät vor. Die höchste Sparlast muss danach mit 27 Prozent die Fakultät Physik und Mechatronik tragen. Es folgen die drei Philosophischen Fakultäten mit Quoten zwischen 25 und 21 Prozent. Für die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät ist ein Minus von 18 Prozent ausgewiesen. Chemie, Pharmazie, Bio- und Werkstoffwissenschaften sollen 14 Prozent sparen, Mathematik und Informatik elf und die Medizinische Fakultät fünf Prozent.

Teilnehmer der Sitzung sprachen nach der Zusammenkunft von einer Stimmung zwischen Verärgerung und Resignation. Uni-Präsident Volker Linneweber erklärte auf Rückfrage der SZ, das Konzept des Präsidiums solle nun mit den Fakultäten weiter ausgearbeitet werden, die Kürzungsquoten würden dabei aber nicht mehr verändert. Jede Fakultät könne in diesem Rahmen eigene Vorschläge unterbreiten. Das endgültige Papier soll bis zum Beginn der Verhandlungen über den nächsten Uni-Haushalt Mitte Januar vorliegen.