Fahrten mit garantiertem Lustgewinn

Saarbrücken. Radfahren im Saarland, das war für mich als Zugezogenem aus dem Norden eine spannende Perspektive: an den Flüssen mehr oder weniger eben entlang fahren können, dabei aber auch die Möglichkeit abwechslungsreicher Anstiege vorzufinden. Waren diese Aussichten schließlich auch Voraussetzung für das Interesse an der Arbeit in dieser Region, wenn man gerne "draußen" ist

Saarbrücken. Radfahren im Saarland, das war für mich als Zugezogenem aus dem Norden eine spannende Perspektive: an den Flüssen mehr oder weniger eben entlang fahren können, dabei aber auch die Möglichkeit abwechslungsreicher Anstiege vorzufinden. Waren diese Aussichten schließlich auch Voraussetzung für das Interesse an der Arbeit in dieser Region, wenn man gerne "draußen" ist. Von Saarbrücken aus bieten sich viele Möglichkeiten, mehrmals in der Woche in den Sattel zu steigen, sei es um etwas für die eigene Gesundheit und damit das Wohlbefinden zu tun (um an dieser Stelle das 'Wellness'-Wort zu vermeiden), oder am Wochenende zu einer Kaffeefahrt aufzubrechen.Morgens, wenn die Redaktionsarbeit etwas später ruft, gewinnt meistens der Saarufer-Radweg Richtung Saargemünd in der Gunst des Radlers. Auf der Hinfahrt wähle ich die Variante, nach der Güdinger Schleuse hoch auf die Landstraße nach Großblittersdorf zu fahren. Die Alleestrecke empfängt dort für kurze Zeit mit angenehmer Kühle, sanftes grünes Licht fällt durch die hohen Bäume, und man entspannt ungemein - davon können auch nicht der löchrige Straßenzustand oder seit Monaten abgesägt und umgestürzt liegende Bäume am Fahrbahnrand abhalten. Je nach Laune und Zeit geht's bis Großblittersdorf oder Saargemünd und dann an der Saar zurück.An Wochenenden lockt das Café de la Mairie in Saaralb oder ein kleines an der steilen Straße hinauf zur Kirche St. Marcel in Zettingen. Auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel. Hinter Forbach und Großblittersdorf ergeben sich unzählige Möglichkeiten zur verästelten Verlustierung auf lothringischen Landstraßen.Radwechsel: Für das Rennrad nicht ganz so geeignet ist der gemütliche Weg von St. Johann über St. Arnual mit dem Winterberg hinauf zu den Spicherer Höhen. Auch im Winter beim Autor dieser Zeilen zur Abwechslung als Spaziergang auf zwei Beinen beliebt. Unvergessen sind die blauen Flecken, die man sich beim "Hinpacken" auf der gefrorenen und festgefahrenen Schneedecke am Tabaksweiher holte. Am Tabaksweiher könnte man schon eine erste Rast einlegen, doch Spichern ist ja nicht mehr weit - außerdem ist die Aussicht dort besser. Und: der Kaffeetisch beim Gasthaus "Woll" ist stets gedeckt. Also auf zur nächsten Kaffeefahrt - ohne Kaufzwang, dafür mit garantiertem Lustgewinn!Zehn besondere Orte in Saarbrücken stellen wir während der Ferienzeit vor. Sie, liebe Leserinnen und Leser, dürfen danach wählen, welcher Ihnen besonders gefallen hat. Also: Bleiben Sie dran, und stimmen Sie am Ende der Sommerferien ab!