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Experte beleuchtet die „Sittlichkeitsprozesse“ der Nazis

Saarbrücken. Der Missbrauch minderjähriger Schutzbefohlener wird Vertretern der katholischen Kirche nicht erst neuerdings angelastet. Thomas Schnitzler, Experte bei der Aufarbeitung der NS-Zeit, referiert bei der Stiftung Demokratie Saarland , Bismarckstraße 99, über die "Sittlichkeitsprozesse". red

Das sind jene Verfahren, in denen die Nazis katholischen Ordensmännern sexuelle Übergriffe gegen Schutzbefohlene in Pflegeheimen - auch des Bistums Trier - vorwarfen. Galten sie bislang als "Schauprozesse", so fand Schnitzler anderes heraus. Dazu heißt es: "Die Urteile selbst basierten auf zutreffenden Ermittlungsergebnissen. Anhand der überlieferten Prozessakten werden einzelne Tathergänge rekonstruiert, Täterprofile und Opferschicksale beschrieben sowie bereits gängige Praktiken systematischen Vertuschens aufgedeckt." Schnitzlers Vortrag beginnt am Montag, 9. März, um 18 Uhr.