Eugen Gomringer kommt nach Merzig

Am Sonntag, 16. März, um 17 Uhr, wird Professor Eugen Gomringer Gast im Museum Schloss Fellenberg sein.

Im Dezember 2009 entstand ein Mappenwerk mit Texten von Eugen Gomringer und Prägedrucken von Jo Enzweiler: Titel des Werkes ist "Farbe der Sprache Sprache der Farbe - Eugen Gomringer und Jo Enzweiler im Dialog".

Eugen Gomringer gilt als Vater der "Konkreten Poesie", in Analogie zur Konkreten Kunst. Gomringer wurde 1925 geboren und wuchs in der Schweiz auf. Er studierte Kunstgeschichte und Nationalökonomie. Gomringer arbeitete als Sekretär von Max Bill an der Ulmer Hochschule für Gestaltung. Durch dessen Bekanntschaft erhält er Anregungen für seine konkrete Poesie. Statt Verse zu verfassen, setzt Gomringer seit 1951 schlichte Wörter zueinander in Beziehung, dies nannte er Konstellationen.

Als Professor war er in Düsseldorf, Bamberg, Zwickau und Schneeberg tätig. Auch in der Wirtschaft war Gomringer gefragt, der Unternehmer Philipp Rosenthal holte den Lyriker und Kunstexperten Gomringer als Kulturbeauftragter der Rosenthal AG 1967 nach Oberfranken.

Im Jahre 2000 gründete Gomringer das "Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie" in Rehau. Die dortige Sammlung bildet bereits 1992 den Grundstock für das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt.

"14 Mal Schweigen"

Visuelle Gedichte haben Einzug in Lehrbücher gehalten und sind Themen im Deutschunterricht. So zum Beispiel das berühmte Gedicht "Schweigen" das 14 Mal aus dem Wort Schweigen besteht, aber in der Mitte eine Lücke lässt und so das Schweigen "bildlich" darstellt.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.