Es darf weiter gebrutzelt werden

Im letzten Sommer erlaubte die Stadt Saarbrücken erstmals das Grillen auf öffentlichen Flächen. Das Fazit fällt positiv aus, sodass auch weiterhin nichts dagegen spricht. Nur bitte nicht mit Einweggrills, sagt die Stadt.

Die Stadt Saarbrücken hat 2013 gute Erfahrungen mit der Ausweisung von Grillplätzen in öffentlichen Anlagen gemacht. Es gab weder nennenswerte Beschädigungen, noch Müll und Beschwerden über Lärm und Geruch. Nur die Benutzung von Einweggrills sollte man den Leuten noch abgewöhnen. Dies ist das Fazit des Grünanlagenamtes zum ersten Versuch dieser Art, den die Verwaltung im Mai gewagt hatte. Um das wilde, nicht erlaubte Grillen in den Saarbrücker Parks in den Griff zu bekommen, waren an besonders beliebten Orten öffentliche Flächen zum Grillen mit eigens angeschlagenen Regeln freigegeben worden, so etwa am Staden, in St. Arnual und im Bürgerpark. Die Plätze befanden sich in mindestens 50 Meter Entfernung vom nächsten Gebäude und zehn Meter vom nächsten Baum. Es durften nur handelsübliche Gas- oder Holzkohlegrills verwendet werden, kein offenes Feuer. Nach dem Grillen musste sämtlicher Müll entsorgt werden. Die Verwaltung trägt den Erfahrungsbericht über das geordnete Grillen demnächst detailliert in den Bezirksräten vor. Fazit: "Die Intention, durch das Angebot von Grillflächen in den Grünanlagen das wilde Grillen in halbwegs geordnete Bahnen zu lenken, kann durchaus als erfolgreich bewertet werden. Insgesamt bestehen aus Sicht der Verwaltung daher keine Bedenken gegen den Fortbestand der ausgewiesenen Grillflächen."

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