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Es bleibt beim bunten Landkreis-Logo

Kreis Neunkirchen. Alles Anrennen der Opposition gegen das neue Logo, das den Landkreis Neunkirchen repräsentieren soll, nützte nichts. Die Mehrheitsfraktion entschied, dass es zur Dachmarke für den Landkreis taugt. gth

Die Diskussion um das auch in der Öffentlichkeit höchst umstrittene neue Kreis-Logo scheint zumindest in den Reihen des Kreistags beendet. Die SPD-Fraktion schlug sich in der jüngsten Sitzung uneingeschränkt auf die Seite der Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider, bezeichnete das Logo als "modernen und gelungenen Bestandteil einer Dachmarke für den Landkreis Neunkirchen" und beantragte dessen Einführung. Dem stimmte dann eine Mehrheit aus SPD und Linken zu.

CDU und FDP fuhren erneut schwere Geschütze gegen das in ihren Augen missglückte Emblem auf. Ihr Antrag, einen Ideenwettbewerb für ein neues Logo auszuschreiben, an dem auch Schulen des Landkreises teilnehmen könnten und für den Gewinner 5000 Euro auszuloben war - mangels Mehrheit - vergeblich. Der Appell von Hans-Werner Backes (CDU) an die Kreistagsmitglieder zu einem "Neustart" in Sachen Logo kam nicht zum Tragen. Backes stellte klar, dass seine Fraktion wie auch die beiden FDP-Vertreter der Kreisverwaltung keinen "Freibrief" fürs neue Kreis-Logo ausgestellt hätten, wenn ihnen bewusst gewesen wäre, dass der Kreistag letztendlich in die Entscheidung nicht eingebunden wird. Auch blieben Fragen offen zum Urheberrechtsstreit mit Hans Huwer. Übrig geblieben sei schließlich ein "völlig beliebiges Logo, ohne Bezug zum Landkreis oder der Region Neunkirchen". Es lasse "jegliche Individualität und Originalität" vermissen. Dass dies keine Einzelmeinung sei, hätten die Beiträge und Leserbriefe, unter anderm in der SZ, gezeigt.

Die CDU hatte zuvor einen ganzen Fragenkatalog an die Landrätin gerichtet. Sie verlangte unter anderem Aufklärung über die Kriterien der Ausschreibung sowie das urheberrechtliche Hickhack um den schließlich herausgenommenen "Huwer-Zahnkranz" und das diesbezügliche Verhalten der beauftragten Firma FBO. Die Landrätin beantwortete diese teils in öffentlicher, teils in nichtöffentlicher Sitzung. Zumindest bei den "öffentlichen Antworten" der Verwaltungschefin gab es keine gravierenden neuen Erkenntnisse.