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Erstes Ziel: Der Weltraum

Auf der winzigen Bühne im Zing stellten Annika Jonsson und Caleido Club ihre neuen Songs vor.
Auf der winzigen Bühne im Zing stellten Annika Jonsson und Caleido Club ihre neuen Songs vor. FOTO: Burkhardt
Saarbrücken. Annika Jonsson und ihre Band Caleido Club sind in Saarbrücken schon eine Größe. Mit ihrer ersten CD soll es nun überregional werden. Im Saarbrücker Zing stellten sie sie den Fans vor. nibu

"Mit kleinen Schritten kommt man ans Ziel. Wenn man zum Beispiel in den Weltraum fliegen will, kauft man sich ja auch erst eine kleine Rakete und dann immer größere", sagt Annika Jonsson.



Mit ihrer Band Caleido Club steht sie im Gasthaus Zing in der Richard-Wagner-Straße auf der improvisierten, kleinen Bühne und präsentiert ihre erste gemeinsame CD. Zu den meisten Stücken erzählt die junge, in Saarbrücken heimisch gewordene Jazzsängerin an dem Abend eine kleine Geschichte. Dass sie die meisten Songs selbst geschrieben hat und auch persönliche Eindrücke eine große Rolle spielen, nimmt man ihr ab. Jonssons Moderation wirkt authentisch, und ihre Stimme überzeugt nicht minder.

Kleine und größere Schritte macht die Jazzsängerin auch mit ihrer Band. 2014 gewannen Caleido Club den zweiten Platz beim Nachwuchswettbewerb "Future Sounds" der Leverkusener Jazztage. Vor wenigen Tagen, am 23. September, erschien das Debüt-Album "Space", das sie nun vorstellten. Die fünfköpfige Band hat sich beim Studium kennengelernt. Alle Mitglieder sind oder waren Studenten der Musikhochschule in Saarbrücken .

Die erste Hälfte des Releasekonzerts beginnt mit ruhigen Stücken, die jazzig und poppig zugleich klingen. Darunter der einzige Jazzstandard "My romance" und selbstgeschriebene Songs . Die meisten der Songs sind Kompositionen von Annika Jonsson selbst. Dabei fragt sie kritisch und mit ironischem Unterton interessante Fragen des Lebens, singt über das Weltall oder erzählt in "Lab rat" erzählt von einer Versuchsratte, die irgendetwas lernen soll, aber gar nicht weiß, was man eigentlich von ihr will.

Der Sound der Band, irgendwo zwischen Jazz und Pop, habe sich mit der Zeit entwickelt, erzählt Jonsson. Die Musiker hätten viel experimentiert und ausprobiert. Die Songs sind eingängig und haben poppige Strukturen. Durch die jazzigen Einflüsse bieten sie aber immer noch genug Freiheit und Individualität, so dass jeder der Musiker auf seine Kosten kommt. Bassist Stefan Goldbach, Manuel Krass (Fender Rhodes), Schlagzeuger Kevin Nasshan und Trompeter Manuel Scherer glänzen immer wieder auch solistisch.

In Saarbrücken haben sich Annika Jonsson und die Band Caleido Club mit ihrem markanten Sound bereits einen guten Namen gemacht. Mit der brandneuen CD wollen sie jetzt auch über die saarländischen Grenzen gehen.

caleidoclub.de

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