Entsorgungszweckverband schließt mit Gewinn ab

Einen Gewinn im sechsstelligen Bereich fährt der Entsorgungszweckverband Völklingen (EZV) für 2012 ein. Auch die erfolgreiche Einführung des Ident-Systems sorgt für Zufriedenheit in der Geschäftsführung. Wertstofftonnen soll es aber vorerst nicht geben.

Der Entsorgungszweckverband Völklingen (EZV) hat das Wirtschaftsjahr 2012 mit einem Gewinn von gut 328 000 Euro abgeschlossen. Das Ergebnis ist um rund 266 500 Euro besser als im Planansatz erwartet. Gründe hierfür liegen in Einsparungen bei den Personalkosten, Gebühren-Mehreinnahmen und unerwartet hohen Erträgen bei der Papiervermarktung. Einstimmig stellte die Verbandsversammlung am Mittwochnachmittag in der Wehrdener Kulturhalle den Jahresabschluss fest.

Zu Beginn der Sitzung zeigte sich EZV-Geschäftsführer Klaus Faßbender mit der Entwicklung seit Einführung des Ident-Systems zufrieden. Sein Fazit: "Der Betrieb läuft sehr rund." Seit Anfang 2009 werden die Gebühren in Völklingen nach der Häufigkeit der Leerungen berechnet. Die Umstellung hat zur gewünschten Mülleinsparung geführt. Die Restabfallmenge sank von 8299 Tonnen im Jahr 2008 auf 6501 Tonnen im Jahr 2012. Eine wesentliche Zunahme von illegal entsorgtem wildem Müll konnte der Entsorgungszweckverband nicht feststellen. Eine negative Auswirkung der Einführung des Ident-Systems gibt es allerdings: Bei den öffentlichen Papierkörben wurde eine Zunahme der Abfallmenge von rund 30 Prozent beobachtet.

Auf Nachfrage erklärte Faßbender, dass die Einführung einer Wertstofftonne in Völklingen im Moment nicht angedacht ist. Er betonte, dass Elektroschrott über den Wertstoffhof kostenlos entsorgt werden kann.

Mit dem vorhandenen Personal, ergänzte sein Geschäftsführer-Kollege Stefan Lang, sei die Einführung der Wertstofftonne nicht zu stemmen. Er ist skeptisch, ob sich das zusätzliche Angebot rechnen würde. Mit Blick auf die zu erwartenden Menge sprach Lang von einem "Zuschussgeschäft".