Entdeckungsreise in die Wirtschaft

Die vierten Klassen der Grundschule Hüttersdorf entdeckten die Wirtschaft. Dabei besuchten sie Unternehmen im Landkreis Saarlouis, machten sich vor Ort ein Bild und dokumentierten ihre Ausflüge.

Kinder und Wirtschaft - ein spannendes Projekt, meinte Bürgermeister Armin Emanuel bei der Präsentation von KieWi im Schmelzer Rathaus. Die beiden Vierer-Klassen der Johannesschule in Hüttersdorf haben an dem Projekt "Kinder entdecken Wirtschaft", kurz: KieWi" teilgenommen.

Fordwerke, Saarhafen, Industriepark Saarwellingen, Industriegebiete ihres Heimatortes, die Baustelle Lisdorfer Berg, Industriegebiet Häsfeld sowie die Limbacher Firma Meiser haben sie besucht. Eine Premiere war das für Meiser: "Erstmals hatten wir solch junge Menschen zu Besuch", sagt Claudia Wagner.

Bei KieWi geht es darum, den Kindern aufzuzeigen, was Wirtschaft überhaupt ist. Bei ihrer Präsentation berichteten die Viertklässler nicht nur von ihrer Exkursion, sondern sie zeigten auch an Schaubildern, wie der Handel funktioniert. Sei es bei Lebensmitteln, Bekleidung, neuen Fenstern und vielem mehr. Auf ihrer Tour mit ihren Lehrerinnen Renate Pfister und Sibylle Zumkeller hatten die Schüler die Firmen kennen gelernt - und viele neue Eindrücke gewonnen.

Für Emelie (10) war die Exkursion "ganz neu", Paulina (9) fand es "toll, was wir bei den Firmen alles zu sehen bekommen haben". "Ein bisschen gestunken hat es schon in der Zinkerei", verrät Lara (10), aber sie hat gar nicht gewusst, dass die Firma Meiser so viel herstellt. Für Fin (9) war's "anders als Schule", und das hat ihm gefallen. Erstmals im Rathaus war Fabian (9). Dass er in ein Mikrofon sprechen konnte, war für ihn das Größte. Julie (9) war besonders stolz darauf, dass sie bei der Firma Meiser mit Chefs an einem Tisch sitzen konnte, und Lena (10) fand es "besonders spannend, dass ich meine Erfahrungen präsentieren konnte".

Das KieWi-Projekt hat der Wirtschaftsförderungsverband Untere Saar (WFUS) angestoßen. Projektleiter Manfred Krämer vom WFUS ist begeistert, wie die Kinder mitmachen. "Sie müssen sich aber auf viele Fragen vorbereiten", schmunzelt er über den Wissensdurst der Kleinen. Krämer, Landrat Patrik Lauer und WFUS-Geschäftsführer Jürgen Pohl feierten im Schmelzer Rathaus mit und waren sich mit Emanuel sowie den Kindern und ihren Lehrerinnen einig: KieWi ist ein gutes Projekt.