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Engel und Teufel wollen das Neunkircher Rathaus verteidigen

Neunkirchen. . Die Roten Funken werden vorneweg stürmen, wenn es am Fetten Donnerstag darum geht, das Neunkircher Rathaus zu erobern. Elke Jacobi

Jahre ist es her, dass die Funkengarde auf der Seite der Stadtväter verteidigte. Schon längst, so der Präsident des Neunkircher Karnevalsausschusses zur SZ, helfen sie aber wieder den Narren, die Regentschaft an sich zu reißen. Los geht das Treiben aber erst einmal auf dem Synagogenplatz. Gegen 16 Uhr dann ist Abmarsch mit Fanfarenzug und Garde sowie den Wiebelskircher Schießbuwe Richtung Rathaus. Natürlich alles gut gesichert durch die Polizei. Läuft alles nach Plan, beginnt der Sturm um 16.11 Uhr mit den Schüssen der Schießbuwe. Die Funkengarde stürmt, das Prinzenpaar Sven II. und Ihre Lieblichkeit Isabelle I. werden die Anklage vortragen. Die Rathausspitze und die Fraktionsvorsitzenden - wie Albert erfahren hat vermutlich als Engel und Teufel in einer Person verkleidet - wird natürlich völlig vergeblich jammern und wehklagen und versuchen, das Rathaus zu verteidigen. Schließlich, da ist sich Albert sicher, wird der Verwaltung nicht anderes übrig bleiben, als die Stadtschlüssel an das Prinzenpaar zu übergeben, damit dieses dann die Macht übernimmt. Der Schlüssel ist übrigens richtig schwer und aus Metall - und das Prinzenpaar darf ihn dann als Andenken behalten. "Das wird schon seit Jahren so gehandhabt", erklärt Albert. Anfangs war der Schüssel aus Guss, mittlerweile ist er aus Edelstahl. Nach der Machtübernahme am Donnerstag werden die Stürmer und die Verteidiger im Übrigen gemeinsam mit den gern gesehenen Zuschauern noch bis 19 Uhr gemeinsam feiern.