Energiepflanze für Baltersweiler Bienen

Nicht nur für Bienen ist die sogenannte Durchwachsene Silphie eine Ertrag bringende Pflanze, auch als Energielieferant eignet sie sich. Imker wurden für den Anbau der Pflanze von Annegret Kramp-Karrenbauer ausgezeichnet.

Innerhalb der Aktion "Das Saarland zum Selbermachen" zeichnete die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer elf ehrenamtliche Projekte aus, darunter auch der Imkerverein Baltersweiler/Hofeld-Mauschbach. Dieser bekam 25 000 Euro.

Der Imkerverein Baltersweiler/Hofeld-Mauschbach wurde für seinen Feldversuch "Durchwachsene Silphie" mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Zum Test, ob die Durchwachsene Silphie, auch Becherpflanze genannt, eine gute Trachtpflanze für die Bienen ist, haben die Baltersweiler Imker einen Acker mit Jungpflanzen angelegt. "Anfangs war es kaum vorstellbar, dass sich die Pflänzchen gegen die aufkeimenden Wildkräuter behaupten können", sagte der Vorsitzende des Imkervereins Bernd Weyrich. Doch sie wuchsen gut heran - auch dank der Pflege der Imker.

Die Durchwachsene Silphie ist eine in Nordamerika beheimatete Pflanzenart, ein Korbblütler, wie die Sonnenblume, der sie mit ihren gelben Blüten sehr ähnelt. Sie ist eine mehrjährige Pflanze, die ein Alter von etwa zehn Jahren erreichen kann und etwa zwei bis drei Meter hoch wird. Sie blüht von Juli bis September. Da in unserer Region das sogenannte Bienenjahr in dieser Zeit bereits abgeschlossen ist, bleibt abzuwarten, wie der Honigertrag ist und in welcher Größenordnung die Pflanze auch von den Landwirten angebaut wird. Die Durchwachsene Silphie ist nicht nur eine sehr gute Bienenpflanze, sondern auch aufgrund ihrer großen Biomassenproduktion eine ausgezeichnete Energiepflanze. Besonders interessant ist sie als Ersatz für die Mais-Monokultur. "Es bleibt jetzt zu hoffen", so der Vorsitzende Bernd Weyrich, "dass die Durchwachsene Silphie auch in unserer Region als Bienenweide und Energiepflanze bekannter wird". Bei Versuchen in Thüringen wurden im Anbau ab dem zweiten Jahr zwischen 13 und 20 Tonnen Biomasse pro Hektar geliefert.