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Ende des Trainingsnotstands

Saarbrücken. Die Stadt Saarbrücken unterstützt den Umbau der Tennisanlage am Kieselhumes in ein kleines Kunstrasen-Fußballfeld mit 90 000 Euro. Die Sanierung eines Tennenplatzes am Waldhausweg wird dafür um ein Jahr verschoben. Peter Wagner

Der Sportverein Saar 05 Saarbrücken kann seine nicht mehr benötigte Tennisanlage am Kieselhumes bereits in diesem Jahr in einen kleinen Kunstrasen-Fußballplatz umbauen. Das Feld soll 60 mal 40 Meter groß werden und wird von der Stadt Saarbrücken mit 90 000 Euro bezuschusst. Dies hat der Bezirksrat Mitte, dem in der Angelegenheit das Beschlussrecht zusteht, am Donnerstag einstimmig auf den Weg gebracht. Grund für die Eile des Projektes (es war ursprünglich für 2016 geplant) ist der vom Verein glaubhaft versicherte "Trainingsnotstand" am Kieselhumes, vor allem bei den Jugendmannschaften. Der Fußballabteilung von Saar 05 gehören nach Vereinsgaben 435 Personen an, darunter 230 unter 18-Jährige. Das neue Spielfeld soll nach Schätzung der Verwaltung etwa 210 000 bis 250 000 Euro kosten. Da die Sportplanungskommission für Kleinfelder nur wenig Zuschüsse gebe, blieben die meisten Kosten am Verein hängen. Er wird Pächter des städtischen Tennisplatzgeländes und kann dann als Bauherr und Zuschussempfänger bei der Sportplanungskommission auftreten. Weil im Saarbrücker Haushalt für das laufende Jahr kein Geld für die Unterstützung solcher Klein-Plätze mehr freizuschaufeln war, verschiebt die Stadt die für 2015 geplante Sanierung des oberen Tennenplatzes am Waldhausweg ins nächste Jahr. Dafür waren exakt die 90 000 Euro vorgesehen, die nun Saar 05 ein Jahr früher bekommt. Nächstes Jahr sollen sie ohne großen Aufhebens in die Renovierung des Hartplatzes fließen.

Was dem Bezirksrat nicht gefiel und die Bezirksbürgermeisterin Christa Piper (SPD ) eine bessere Kommunikation fordern ließ: Die Fußballvereine vom Waldhaus - TB St. Johann, UFC Wacker und Iranischer Sportverein - erfuhren von diesem "Tauschgeschäft", das zwischen Saar 05 und der Verwaltung ausgehandelt wurde, nur gerüchteweise, nicht offiziell. Kommunalpolitiker, die von ihren Wählern währenddessen fragend angesprochen wurden, konnten nur mit den Achseln zucken, sie wussten auch nichts Genaues. Das hätte man in der Tat besser machen können, gestand Tony Bender vom Sport- und Bäderamt in der Sitzung. Damit war das Thema dann aber ohne Streit erledigt, zumal der städtische Waldhaus-Platz dem Vernehmen nach noch ein Jahr durchhält und im Übrigen nach der Renovierung nicht sehr viel mehr Komfort bieten wird als heute. Anders gesagt: Es wurde keinem etwas genommen, weil Saar 05 etwas bekommt.