"Einige vertragen die Hitze nicht"

Saarbrücken. Heftige Reaktionen hat die Forderung der Kammern und des Unternehmerverbandes VSU hervorgerufen, unter anderem das Pensionsalter für Beamte von 65 auf 67 Jahre anzuheben. Unterdessen stellen die Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Deutschen Beamtenbundes (dbb) Saar klar, dass "wir keinen Anlass zu einem Sonderopfer für saarländische Beamte sehen"

Saarbrücken. Heftige Reaktionen hat die Forderung der Kammern und des Unternehmerverbandes VSU hervorgerufen, unter anderem das Pensionsalter für Beamte von 65 auf 67 Jahre anzuheben. Unterdessen stellen die Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Deutschen Beamtenbundes (dbb) Saar klar, dass "wir keinen Anlass zu einem Sonderopfer für saarländische Beamte sehen". Dies gelte für Abstriche bei der Beamtenversorgung, die über die Anpassungsschritte anderer Länder hinausgehen. Die Heraufsetzung des Pensionseintrittsalters von 65 auf 67 Jahre hätten der Bund und andere Länder allerdings bereits vollzogen oder angekündigt. Nach Auffassung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi "vertragen einige Herren der Saarwirtschaft anscheinend die sommerliche Hitze nicht". Für den Vorsitzenden beim Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) im Saarland, Michael Rupp, ist die Verlängerung der Arbeitszeit und eine Verringerung der Personalausgaben der falsche Weg. Dies gehe zu Lasten der inneren Sicherheit. Bei den Lehrern "liegen die Personalausgaben des Landes mit 4300 Euro pro Haushaltsjahr und Schüler deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 4900 Euro", so die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Nach Auffassung von Finanzminister Peter Jacoby (CDU) "passt die Forderung nach mehr Einsparungen bei den Personalkosten nicht zur personellen Verstärkung im Bildungsbereich und bei der Polizei". Der Landesvorsitzende der Linkspartei, Rolf Linsler, vertritt die Ansicht, dass "unsere Landesbediensteten nicht für die Bankenkrise bluten dürfen". low

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